Neustadt an der Waldnaab, St. Georg (Neustadt an der Waldnaab)
Symbolbild: Weiden/Neustadt a.d. Waldnaab (Neustadt an der Waldnaab) · Foto: Richard Huber, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Neustadt am Kulm – Die Stadt Neustadt am Kulm lässt eine kommunale Wärmeplanung erstellen. Sie arbeitet dafür mit dem Institut für Energietechnik zusammen, wie die Stadt mitteilte. Als Begründung nennt sie, dass die „Wärme- oder Heizungswende“ derzeit vielfach diskutiert werde. Die Stadt sieht in der Planung einen wichtigen Baustein dieses Vorhabens, einen Schritt weg von fossilen Brennstoffen und einen wichtigen Faktor, um Treibhausgasneutralität und die Klimaschutzziele in Deutschland zu erreichen.

Wer mehr wissen oder die Ergebnisse verfolgen möchte, findet Informationen auf einer eigenen Internetseite der Planung. Zusätzlich verweist die Stadt auf ein Video, das den Ablauf der Wärmeplanung anschaulich erklärt. Bei Unklarheiten können Bürger telefonisch bei Harald Wagner nachfragen. Die Stadt weist allerdings darauf hin, dass sie einzelne Gebäude nicht energetisch berät und auch keine Heiztechnik für die Zukunft empfiehlt.

Zum Schluss betont die Stadt, dass der Wärmeplan und die anschließende Umsetzung möglicher Maßnahmen einige Zeit dauern werden. Sie will die Bürger ausführlich darüber informieren, ab wann und in welchen Stadtteilen eventuell erste Maßnahmen anstehen. So sollen Hausbesitzer dies in ihre Modernisierungsüberlegungen einbeziehen können. Für die Unterstützung bei der Wärmeplanung bedankt sich die Stadt.

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Auf einen Blick

  • Information und Ergebnisse: https://www.energieplanung.online/neustadt-kulm/kommunale-waermeplanung/
  • Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=Cz4xfMypCl0
  • Ansprechpartner bei Unklarheiten: Harald Wagner, Telefon 09645/9200-24
  • Keine energetische Fachberatung zu Einzelobjekten, keine Empfehlungen zu zukünftigen Heiztechnologien

Hintergrund

Das bayerische Wirtschaftsministerium beschreibt die kommunale Wärmeplanung als Plan, wie die Wärmeversorgung einer Stadt oder Gemeinde in Zukunft klimaneutral gestaltet werden kann. Nach dem Wärmeplanungsgesetz besteht sie aus mehreren Schritten. Den Auftakt macht eine Bestandsaufnahme: Dabei wird geprüft, wie viel Wärme aktuell benötigt und verbraucht wird, welche Heizanlagen bereits laufen und welche Energienetze vor Ort existieren. Danach prüft eine Potenzialanalyse, welche Quellen für die Wärmeversorgung zur Verfügung stehen.

Als dritten Schritt gliedert die Kommune ihr Planungsgebiet in Zonen, in denen sich voraussichtlich bestimmte Formen der Wärmeversorgung eignen, und erarbeitet dafür konkrete Maßnahmen, um das Vorhaben zu verwirklichen. Für Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern gilt laut Ministerium eine Frist bis 30. Juni 2028.

Für Hausbesitzer stellt sich die Frage, was der Plan bedeutet. Laut Bundesbauministerium berührt die Wärmeplanung die Bürgerinnen und Bürger nicht unmittelbar. Am Ende hätten sie aber mehr Klarheit über die voraussichtlich verfügbaren Wärmeversorgungsarten. Die Ergebnisse sind rechtlich nicht verbindlich, und ein Anspruch auf eine bestimmte Versorgung besteht nicht. Bis zum Abschluss der Planung können Eigentümer von Bestandsgebäuden grundsätzlich weiterhin frei entscheiden, welche Heizung sie bei einem Austausch einbauen, so das bayerische Wirtschaftsministerium.

Zur Frage, warum der Umstieg von fossilen Energien unterstützt werden soll, nennt das Ministerium, dass rund 80 Prozent des Wärmeverbrauchs durch fossile Energieträger wie Gas und Öl gedeckt werden. Damit seien die Abnehmer möglichen Preisschüben bei Energieträgern ausgeliefert, die überwiegend importiert werden.

Eigene Einschätzung

Die Mitteilung erklärt eher das Warum als das Wie. Für Hausbesitzer wäre ein grober Zeitplan für Neustadt am Kulm am nützlichsten, und den nennt die Stadt noch nicht. Ehrlich ist der Hinweis, dass es keine Beratung zu Einzelobjekten gibt. Wer bald seine Heizung tauschen muss, sollte die angekündigten Informationen der Stadt aufmerksam verfolgen.

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