Forchheim – Wer im Landkreis Forchheim wissen will, ob ein Split-Klimagerät das Haus heizen und kühlen kann, hat dazu am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 19.30 Uhr die Möglichkeit. Der Arbeitskreis Info-Offensive Klimaschutz des Landratsamtes bietet einen Online-Vortrag an, und zwar in Kooperation mit der VHS Forchheim und dem Energie-Netzwerk C.A.R.M.E.N. e.V. Das teilte das Landratsamt Forchheim mit.
Der Vortrag trägt den Titel „Split-Klimageräte zum Heizen und Kühlen“. Es geht um Technik und Funktionsweise dieser Geräte, die auch Luft-Luft-Wärmepumpen genannt werden. Nach Angaben des Landratsamtes können sie bei passenden Bedingungen im Haus sowohl heizen als auch kühlen. Erläutert werden unter anderem Eigenschaften, Vorzüge und Nachteile sowie Möglichkeiten zur Kombination und zum Einsatz. Außerdem gehen die Veranstalter darauf ein, wo die Geräte bei einem effizienten Betrieb an ihre Grenzen stoßen.
Willkommen sind sämtliche Bürgerinnen und Bürger. Das Landratsamt verweist darauf, dass die Kühlfunktion dieser Anlagentechnik durch häufigere Hitzeperioden zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Teilnahme kostet nichts, eine vorherige Anmeldung ist aber nötig. Die Zugangsdaten schickt das Landratsamt am Donnerstagnachmittag per E-Mail an die Angemeldeten.
Auf einen Blick
- Termin: Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19.30 Uhr (online)
- Kosten: kostenfrei
- Wer sich anmelden möchte, kann das über www.vhs-forchheim.de tun (Kurs-Nr. Fo178F)
- Das Vortragsprogramm sowie weitere Informationen finden sich unter www.Lra-fo.de/klima
Hintergrund
Die Verbraucherzentrale erklärt auf ihrer Website, dass Luft-Luft-Wärmepumpen technisch nichts anderes sind als reversible Split-Klimaanlagen. Ein Wasserkreislauf samt Heizkörpern kommt hier nicht zum Einsatz, stattdessen geben Innengeräte warme Luft direkt in die Räume ab und wärmen sie so auf. Weil sie auch kühlen können, werden diese Systeme laut Verbraucherzentrale auch als Klimaanlagen bezeichnet.
Davon unterscheiden sich Luft-Wasser-Wärmepumpen. Als Energiequelle dient ihnen die Umgebungsluft, deren Wärme sie an das Heizungswasser weitergeben. Sinken die Außentemperaturen stark, lässt ihre Effizienz jedoch nach, sodass der Stromverbrauch in kalten Wintern höher ausfällt. Luft-Wasser-Wärmepumpen können im Sommer zwar begrenzt kühlen, sind aber nicht mit einer Klimaanlage vergleichbar.
Als größten Vorteil der Luft-Luft-Systeme nennt die Verbraucherzentrale die niedrigen Anschaffungskosten. Ohne Wasserkreislauf sei die Installation deutlich günstiger und schneller, besonders für die Nachrüstung in bestehenden Gebäuden. Zu beachten ist, dass Splitgeräte von einer Fachkraft für Klima- und Kältetechnik angebracht werden müssen und auch die Wartung durch Fachpersonal durchgeführt werden muss, was laut Verbraucherzentrale zu zusätzlichen Kosten führt. Mieter brauchen für die Montage eine Erlaubnis ihrer Vermieter, weil dabei die Außenwand durchbohrt und ein Außengerät fest an der Fassade montiert wird.
Luft-Luft-Wärmepumpen sind laut Verbraucherzentrale auf das Beheizen von einzelnen Räumen oder Wohnungen optimiert und haben zusätzlich eine Kühlfunktion. Wie die Verbraucherzentrale mitteilt, lassen sich Luft-Luft-Wärmepumpen über die Bundesförderung effiziente Gebäude bezuschussen, sofern das jeweilige Gerät in der Förderliste der zugelassenen Anlagen aufgeführt ist.
Eigene Einschätzung
Wer über ein Split-Klimagerät als Ergänzung oder Ersatz fürs Heizen nachdenkt, bekommt hier eine kostenlose Entscheidungshilfe. Wichtig ist, dass die Veranstalter ausdrücklich auch Grenzen und Nachteile ansprechen wollen. Interessierte sollten ihre eigene Wohnsituation mitbringen, etwa ob sie Mieter oder Eigentümer sind, und die Fragen gezielt stellen.













