Ansbach, Martin-Luther-Platz
Symbolbild: Ansbach · Foto: Tilman2007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Ansbach – Beim ersten Netzwerktreffen dieser Amtsperiode kamen 43 Jugendbeauftragte aus dem Landkreis Ansbach im Landratsamt zusammen. Das teilte das Landratsamt Ansbach mit. Die Jugendbeauftragten sind in den Gemeinden Sprachrohr und Lobby für Jugendliche. Die Teilnehmenden ließen sich zu Aufgaben, Rechten, Pflichten und Handlungsmöglichkeiten informieren und tauschten sich untereinander aus.

Das Jugendamt wird laut Mitteilung oft mit Konflikten, Bürokratie und Kindeswohlgefährdung verbunden. Über die Kommunale Jugendarbeit unterstütze es aber auch die Gemeinden dabei, jungen Menschen Beteiligung zu ermöglichen und deren Interessen in die Kommunalpolitik einzubringen.

Landrat Marco Meier hieß die Teilnehmenden willkommen. Sein Wunsch sei es, „dass möglichst alle Gemeinden im Landkreis einen Jugendbeauftragten benennen und damit ein klares Zeichen für die Beteiligung junger Menschen setzen“.

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Schnittstelle zur Kommunalpolitik

Ein Thema war die Rolle der Jugendbeauftragten zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitik. Sie nehmen Bedürfnisse und Anliegen junger Menschen auf und vertreten sie gegenüber den politischen Entscheidungsträgern. Umgekehrt vermitteln sie politische Entscheidungen verständlich an die Jugendlichen. Zudem haben sie die Möglichkeit, selbst Projekte und Aktionen auf den Weg zu bringen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Kommunale Jugendarbeit (KoJa). Sie ist beim Amt für Jugend und Familie angesiedelt und verantwortet die Jugendarbeit insgesamt und deren Planung. Wer in einer Kommune Fragen zur Jugendarbeit hat, wendet sich zuerst an sie. Außerdem berät sie die Gemeinden bei Entwicklung und Umsetzung passender Angebote vor Ort.

Vorgestellt wurden auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. Gemeinden, Jugendbeauftragte und andere Engagierte können bei geförderten Projekten und Aktionen mitmachen oder für eigene Vorhaben Fördermittel beantragen.

Das Treffen soll den Austausch der Jugendbeauftragten stärken und die Angebote der Kommunalen Jugendarbeit bekannter machen. So sollen Hemmschwellen sinken und der Weg zu den Hilfen leichter werden. Jugendarbeit sei zwar eine Pflichtaufgabe der Kommunen, lebe aber vom Engagement vor Ort.

Auf einen Blick

  • Ort des Treffens: Landratsamt Ansbach
  • Teilnehmende: 43 Jugendbeauftragte
  • Ansprechstelle: Kommunale Jugendarbeit (KoJa) im Amt für Jugend und Familie

Hintergrund

Die Kommunale Jugendarbeit beschreibt sich auf der Website des Landkreises als zentrale Netzwerkstelle der Kinder- und Jugendarbeit. Sie berate Haupt- und Ehrenamtliche der Kommunen und unterstütze die Jugendarbeit durch Zuschüsse und Förderungen sowie eigene Veranstaltungen und Projekte.

Jugendbeauftragte können sich bei Fragen rund um die Jugendarbeit in ihrer Gemeinde jederzeit an die Kommunale Jugendarbeit wenden. Dort heißt es, man wolle sie nicht nur mit Fördergeldern unterstützen, sondern auch beratend begleiten. Einen ersten Überblick über die Tätigkeit biete eine Arbeitshilfe des Bayerischen Jugendrings.

Eine Möglichkeit der Zusammenarbeit bieten die Jugendkulturtage. Sie unterstützen Veranstaltungen von und für Jugendliche, die innerhalb einer festgelegten Zeitspanne und mit geringen Zugangshürden stattfinden. Im Ferienprogrammkatalog finden Gemeinden fertige Veranstaltungen, die zu 50% gefördert werden. Die Buchungswünsche werden per Losverfahren vergeben. Daneben gibt es verschiedene Zuschüsse und Förderungen der KoJa für Gemeinden.

Eigene Einschätzung

Der Appell des Landrats ist richtig, doch die Mitteilung sagt nicht, wie viele Gemeinden bisher einen Jugendbeauftragten haben und wie man eine solche Stelle besetzt. Für Gemeinden ohne Beauftragten wäre genau das hilfreich. Wer Interesse hat, findet in der Kommunalen Jugendarbeit offenbar einen niederschwelligen Ansprechpartner.

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