Bamberg – Fünf junge Menschen arbeiten derzeit in Bamberg in kulturellen und pädagogischen Einrichtungen mit, teils im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), teils im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Das teilte die Stadt Bamberg mit. Möglich macht das der Freiwilligendienst „Kultur und Bildung“. Er richtet sich als Orientierungsjahr an Menschen bis 26 Jahre.
Zwölf Monate lang sind die Freiwilligen in Vollzeit in einer Kultureinrichtung im Einsatz. Dabei sollen sie Einblick in das Arbeitsfeld Kultur gewinnen, erste vorberufliche Erfahrungen machen und ihre Persönlichkeit stärken. Neben der Arbeit in der Einrichtung gibt es 25 Bildungstage. Vier Seminare mit künstlerischen Workshops verteilen sich über das Jahr, hinzu kommen weitere Bildungstage, die die Freiwilligen frei wählen. So erfahren sie mehr über Kulturarbeit und können ihre berufliche Richtung klären.
Die fünf Einsatzstellen in Bamberg
Antonia Worbach macht ihr FSJ am Theater im Gärtnerviertel (TIG), wo sie vor allem die Regie unterstützt. Emma Schmidtner leistet einen BFD bei Chapeau Claque Bamberg e. V. Sie assistiert bei der Regie, hilft bei mobilen Theaterstücken und kümmert sich bei Aufführungen um Licht und Ton. Gelegentlich erledigt sie Büroarbeiten.
Felina Utz leistet ihren BFD im Jugendzentrum BENZE, überwiegend in der offenen Jugendarbeit. Laurie Grupp ist in der BasKIDhall tätig, einem Jugendzentrum in Bamberg. Sie betreut Projektangebote, offene Treffs und Hausaufgabenstunden. Tom Sperling leistet seinen BFD an der Städtischen Musikschule Bamberg, unterstützt dort unter anderem die Verwaltung und assistiert beim Jugendorchester Bamberg.
Nach Darstellung der Stadt tragen die fünf Freiwilligen wesentlich zur Kultur- und Bildungsarbeit in Bamberg bei. Zugleich lernten sie verschiedene Berufsfelder kennen und könnten sich persönlich und beruflich weiterentwickeln.
Träger und Förderung
Begleitet werden die Freiwilligen von der BAG Spielmobile e.V. Sie ist Träger der Freiwilligendienste Kultur und Bildung in Bayern, organisiert die Bildungsangebote und unterstützt die Einsatzstellen. In Bayern sind es nach Angaben der Mitteilung jährlich rund 200 Freiwillige in diesem Bereich, die auf etwa 160 Einsatzstellen kommen. Die Förderung kommt vom zuständigen Bundesministerium und vom bayerischen Sozialministerium.
Auf einen Blick
- Alter: junge Menschen bis 26 Jahre
- Dauer: zwölf Monate in Vollzeit
- Bildungsangebot: 25 Bildungstage, darunter vier Seminare mit künstlerischen Workshops
- Weitere Informationen: www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de und www.freiwilligendienste-kultur-bildung-bayern.de
Hintergrund
Nach eigenen Angaben haben sich in diesem bundesweiten Verband Fachleute, Träger und Fachorganisationen zusammengeschlossen, gegründet wurde er nach eigenen Angaben 1992. Im Zentrum steht das Spiel als eigenständiges Phänomen.
Der Verein setzt sich nach eigener Darstellung dafür ein, dass Kinder ein Recht auf Spiel haben und die Gesellschaft kinder- und familienfreundlicher wird. Außerdem vernetze und qualifiziere er die Spielmobilszene und vertrete sie in Öffentlichkeit und Politik. Er veranstaltet Fortbildungen auf Bundes- und Landesebene, etwa den jährlichen internationalen Spielmobilkongress.
Neben den Freiwilligendiensten führt der Verein nach eigenen Angaben unter anderem die Projekte „Kultur macht stark“ und „Klimamobil“ durch. Die Geschäftsstelle sitzt in München.













