Coburg – Die Pläne für die Zukunft des Großen Hauses am Coburger Schlossplatz werden öffentlich. Das Staatliche Bauamt Bamberg präsentiert die Vorentwurfsplanung am 12. November dem Stadtrat und zugleich allen Interessierten. Das teilte die Stadt Coburg mit. Sie hatte darum gebeten, die Planung auch der Öffentlichkeit vorzustellen.
Das Große Haus steht leer, seit im Sommer 2023 der letzte Vorhang fiel. Stadt und Freistaat Bayern, dem das Gebäude gehört, sind sich laut Mitteilung einig, dass es nicht der allerletzte gewesen sein soll. Die Vorentwurfsplanung ist das Ergebnis von etwa anderthalb Jahren Planungsarbeit.
Der Stadtrat entscheidet eine Woche nach der Vorstellung über die Planungen. Bei der Vorstellung können Interessierte Fragen stellen und sich vor der Entscheidung des Stadtrats eine eigene Meinung bilden.
Das Projekt umfasst mehr als die Sanierung. Gebäude und Technik des historischen Hauses zu modernisieren, ist laut Stadt nur ein Teil des Vorhabens. Weil heute strengere Vorgaben zu Arbeits- und Brandschutz gelten, sollen die bislang sehr engen Funktionsräume zum Teil an anderer Stelle Platz finden. Deshalb ist neben der Sanierung ein Neubau vorgesehen, außerdem wird das Palais Kyrill eingebunden.
Auf einen Blick
- Termin: 12. November 2026, ab 17 Uhr
- Ort: Kongresshaus Rosengarten
- Anmeldung: nicht nötig
- Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos
Hintergrund
Das Landestheater Coburg ist nach Angaben von Wikipedia ein Dreispartentheater mit Oper und Operette, Schauspiel und Ballett. Die Trägerschaft teilen sich die Stadt Coburg und der Freistaat Bayern. Am 13. Mai 2023 schloss das Große Haus für mehrere Jahre für eine Generalsanierung.
Zur Vorgeschichte schreibt Wikipedia, dass im Juli 2023 eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Freistaat folgte. Frühestens 2035 soll das Haus wieder öffnen, die Bauarbeiten sollen 2030 starten. Eine frühere, 2016 beauftragte Vorentwurfsplanung wurde laut Wikipedia 2018 wegen der Kostenentwicklung gestoppt.
Eigene Einschätzung
Dass die Planung vor der Entscheidung des Stadtrats öffentlich erklärt wird, gibt Interessierten Gelegenheit zu Fragen, bevor Fakten geschaffen sind. In der Mitteilung fehlen noch Angaben dazu, wie der Neubau und die Einbindung des Palais Kyrill aussehen sollen. Wer sich dafür interessiert, kann sich bei der Veranstaltung im Rosengarten informieren.













