Bild Winklarn 2009 (Winklarn)
Symbolbild: Schwandorf (Winklarn) · Foto: Alois Köppl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Teublitz – Die Telemann-Grund- und Mittelschule in Teublitz hat einen Erweiterungsbau bekommen. Ende Oktober 2026 wurde er offiziell übergeben, wie die Stadt Teublitz mitteilte. Auf rund 794 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche entstanden neue Räume für Betreuung, gemeinsames Lernen und die Mittagsversorgung. Hintergrund ist der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab dem Schuljahr 2026/27 greift.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund fünf Millionen Euro, Fördermittel von Bund und Freistaat Bayern helfen der Stadt bei der Finanzierung. Die Bauarbeiten dauerten von April 2025 bis September 2026. Der Anbau wurde zweigeschossig in Hybridbauweise errichtet, ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang zu den Ebenen. Bürgermeister Thomas Beer nannte den Bau eine langfristige Investition in den Bildungsstandort Teublitz.

Der Anbau umfasst drei neue Klassenzimmer, eine Leseecke, einen „Snoezelen“-Raum und einen großzügigen Marktplatz. Die offenen Bereiche eignen sich für ruhiges Arbeiten, Lernen in der Gruppe, kreative Aufgaben und Rückzug. Auch Schulküche und Speisesaal sind nun deutlich größer. Bis zu 400 Kinder und Jugendliche können dort künftig mittags essen, doppelt so viele wie zuvor.

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Am Vormittag begrüßte Beer die Gäste aus Politik, Schule, Verwaltung und Bauwesen. Es gab Grußworte, eine kirchliche Segnung und einen Rundgang. Schulleiterin Sabine Kunz war nach Angaben der Stadt von Beginn ihrer Tätigkeit in Teublitz an in die Planungen eingebunden. Konrektorin Stefanie Friedl erläuterte das pädagogische Konzept: Zentral sei es, die Selbstregulation zu stärken. Die Kinder sollen eigene Ziele formulieren, Aufgaben eigenständig angehen und sich Hilfe holen, wenn sie diese brauchen. Wichtig seien dafür gute Beziehungen zwischen Lehrkräften und Kindern. Friedl bedankte sich bei der Stadt, dass sie den Ideen der Schule Platz eingeräumt habe. Wie das Vorhaben umgesetzt wurde, erläuterte Architekt Alfred Popp. Die stellvertretende Landrätin Susanne Schindler nannte das Vorhaben vor allem wegen seines neuen Konzepts ein Vorbild für den Landkreis.

Am Nachmittag folgte von 14 bis 16 Uhr der „Tag der offenen Schultür“. Eltern, Familien und Interessierte besichtigten das Gebäude bei Führungen, sprachen mit Lehrkräften und sahen sich die vergrößerte Mensa und die Schulküche an. Über den ganzen Nachmittag hinweg sorgte Musik für die passende Begleitung. Elternbeirat und Förderverein luden in der neuen Mensa zu Kaffee und Kuchen ein, dazu gab es ein Buffet.

Auf einen Blick

  • Einweihung: Ende Oktober 2026
  • Der Tag der offenen Schultür fand von 14 bis 16 Uhr statt.
  • Gebaut wurde von April 2025 bis September 2026.
  • Gesamtkosten: rund fünf Millionen Euro
  • Zusätzliche Nutzfläche: rund 794 Quadratmetern

Hintergrund

Die Schule liegt laut Kultusministerium in der Regensburger Straße 73 in Teublitz. Das Ministerium führt sie als öffentliche, staatliche Schule der Schulart „Grund- u. Mittel-/Hauptschulen“.

Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen 1-4 und ist laut Ministerium voll ausgebaut. Als besondere Betreuungsangebote nennt das Ministerium Deutschklassen und Ganztagsschulbetrieb in gebundener Form.

Für das Schuljahr 2025/26 nennt das Ministerium 0327 Schüler und 019 Vollzeit- und überhälftig teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte.

Eigene Einschätzung

Der Anbau setzt den Ganztagsanspruch sichtbar um: Mehr Platz zum Essen und Lernen ist für Familien der handfesteste Gewinn. Offen bleibt in der Mitteilung, wie das Selbstregulations-Konzept im Alltag aussieht und wie die Betreuung personell abgesichert wird.

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