Kulmbach – Die Stadt Kulmbach teilte mit, dass Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack, die Mitglieder des neuen Stadtrats und die Ortssprecher das Feuerwehrzentrum in der E.-C.-Baumann-Straße besichtigt haben. Im Mittelpunkt standen die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, kommende Herausforderungen und die räumlichen Voraussetzungen für ihre Arbeit.
Mitten im Termin ging eine Alarmierung ein. Die Feuerwehrkameraden machten sich einsatzbereit und fuhren zur Dobrachstraße, wo eine Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Für die Feuerwehr war das ein Standardeinsatz, für die anwesenden Stadtratsmitglieder ein Einblick in die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen. Wie die Stadt betont, arbeiten sämtliche aktiven Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr unentgeltlich und opfern dafür viel Freizeit.
Über die aktuelle Lage und die weitere Entwicklung der Feuerwehr Kulmbach samt ihrer Stadtteilfeuerwehren sprachen die Gäste mit Verwaltungsrat Andy Tasler, Kommandant Heinrich Poperl und weiteren Feuerwehrleuten. Bei der Besichtigung stellte Poperl die Feuerwehr im Detail vor und zeigte die technische Ausstattung und die Infrastruktur. Dazu zählen der Fuhrpark mit einer neuen Drehleiter, die Werkstätten, die erneuerte Schlauchwaschanlage, die Sozialräume und die neu eingerichteten Büros im Dachgeschoss.
Nach Hartnacks Worten macht das Feuerwehrkonzept Fortschritte. Die Fahrzeughalle, die derzeit auf dem Areal des Feuerwehrzentrums gebaut wird, bringe der Stadt und dem ganzen Landkreis einen großen Mehrwert. Seine Worte: „Wir müssen die notwendigen Voraussetzungen schaffen, damit unsere Feuerwehr auch künftig bestmöglich für ihre anspruchsvollen Aufgaben gerüstet ist.“
Nach Angaben der Stadt verläuft der Neubau planmäßig: Der Beton ist verbaut, ab November sollen die Wände entstehen, anschließend wird das Dach aufgesetzt. Die Halle schafft fünf zusätzliche Stellplätze. Den wachsenden Platzbedarf begründete Kommandant Poperl auch mit den Einsatzzahlen: 2025 verzeichnete die Feuerwehr Kulmbach rechnerisch etwa einen Einsatz pro Tag, und die Zahlen steigen.
Eine abschließende Gesprächsrunde diente dazu, offene Fragen zu klären und über künftige Herausforderungen zu sprechen.
Hintergrund
Kommandant Heinrich Poperl ist laut städtischer Website unter (09221) 940217 zu erreichen, ausdrücklich nicht für Notrufe.
Die Jugendgruppe der Feuerwehr Kulmbach wurde nach Angaben der Feuerwehr im Jahr 1983 gegründet. Damals gab es noch keine zentrale Feuerwehr, die Jugendlichen kamen aus den Löschzügen Stadtmitte, Blaich, Mangersreuth und Burghaig. Seit 1997 sind die Löschzüge im jetzigen Feuerwehrgebäude in der E.C.-Baumannstraße untergebracht, die Ausbildung der Jugendgruppe findet überwiegend dort statt.
Die Jugendgruppe umfasst laut Feuerwehr 17 Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren, darunter 3 Mädchen.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung zeigt anschaulich, wie der Stadtrat die Feuerwehr kennenlernt. Offen bleibt, was das Feuerwehrkonzept im Einzelnen enthält und welche Entscheidungen daraus folgen sollen. Dazu wären konkretere Angaben hilfreich gewesen.












