Brauerei: Wunderburg-Mahr-Bräu-PC180050
Symbolbild: Brauerei · Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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München – Die it-sa Expo & Congress 2026 ist auf dem Gelände der Messe Nürnberg gestartet. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner sprach das Grußwort zur Eröffnung und warb für mehr Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit in Deutschland und Europa. Das teilte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit.

Kirchner verwies auf ein international zunehmend angespanntes Umfeld. Er sagte: „Gemeinsam erkennen wir Gefahren früher, gemeinsam reagieren wir schneller und nur gemeinsam können wir unsere Freiheit, Demokratie und Sicherheit schützen“. Nach Kirchners Worten ist die it-sa die führende europäische Fachmesse für IT- und Cybersicherheit. Dort könne man aktuelle Entwicklungen besprechen, Erfahrungen teilen und Ansätze für mehr Resilienz erarbeiten. Der Dialog solle nicht nur Risiken, sondern auch Lösungen zum Thema haben.

Kirchner betonte, im Kampf gegen Cyberkriminalität, Cyberspionage und Cybersabotage seien Bayern, Deutschland und Europa schon weit gekommen. Vorhanden seien starke Institutionen, leistungsfähige Unternehmen, engagierte Fachkräfte und verlässliche Partner. Vorliegende Informationen müssten aber schneller und vertrauensvoll geteilt werden. Außerdem brauche es gemeinsame Lagebilder und abgestimmte Reaktionen.

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Die Bedrohungslage im Cyberraum bleibe hoch, und Cyberbedrohungen machten an Ländergrenzen nicht halt. Kirchner nannte außerdem den gezielten Einsatz von KI-Modellen zur Erstellung sogenannter Exploits. Dieser Einsatz habe die Reaktionszeiten der Sicherheitsbehörden und der Anbieter von Sicherheitslösungen massiv verkürzt. Als Beispiel führte er eine PHP-Doppellücke an, die erst in der Vorwoche bekannt wurde und globale Auswirkungen hatte, da schätzungsweise 70 Prozent aller Webseiten auf der Programmiersprache PHP basieren. Deshalb sei manchmal die einzige funktionierende Lösung: „Lieber kontrolliert offline als unkontrolliert kompromittiert“, so Kirchner.

Daher sei eine grenzüberschreitende Vernetzung und Koordinierung umso nötiger, sagte er. Sie sei die Basis für die Resilienz der gesamten Gesellschaft.

Hintergrund

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt, können aktuelle KI-Systeme Schwachstellen in Software innerhalb kurzer Zeit erkennen und analysieren, teilweise sogar autonom. Sie könnten diese außerdem in verwertbare Angriffspfade überführen.

Dem BSI zufolge verringert KI spürbar, was es an Aufwand, Zeit und Vorkenntnissen braucht, um offensive Cyberfähigkeiten aufzubauen. Angreifer profitierten von Geschwindigkeit, Skalierung und Automatisierung. Verteidiger blieben dagegen an reale Betriebsgrenzen gebunden, etwa an Testaufwand, Freigabeprozesse und Wartungsfenster für Patches.

Zur PHP-Lücke schreibt das BSI in einer Cybersicherheitswarnung, dass es um zwei Schwachstellen in der Programmiersprache geht. Nach CVSS erreichen die beiden Schwachstellen 9.2 von 10 Punkten. Das BSI schließt daraus, dass Angreifer über das Netz Schadcode auf Webservern ausführen könnten, auf denen PHP-Anwendungen laufen. Die Entwickler haben demnach inzwischen Patches für verschiedene PHP-Versionen bereitgestellt. Das BSI hatte empfohlen, den Patch unverzüglich zu installieren. Dem BSI war laut jüngstem Update noch keine erfolgreiche Ausnutzung der Schwachstellen in der Breite bekannt.

Eigene Einschätzung

Der Appell zum schnelleren Informationsaustausch ist nachvollziehbar, bleibt in der Mitteilung aber allgemein. Welche konkreten Schritte Bayern dafür plant, erfahren Leser nicht. Für Betreiber von Webseiten ist die PHP-Lücke das greifbarere Thema: Wer PHP einsetzt, sollte die bereitgestellten Patches prüfen.

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