München – Menschen aus Niederbayern sind in Landshut mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet worden. Die bayerische Gesundheits-, Pflege- und Präventionsministerin Judith Gerlach überreichte die Ehrung am Montag, wie das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mitteilte. Sie würdigt damit besonderes ehrenamtliches Engagement in Gesundheit, Pflege und Prävention. Aus Velden wurde Ute Bockelmann geehrt.
Die Ehrung wird vom Ministerium jährlich einmal pro Regierungsbezirk vergeben. Zu den Geehrten aus Niederbayern zählen Engagierte aus der häuslichen Pflege, der Hospizarbeit und der Seniorenarbeit. Andere setzen sich für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen oder mit Multipler Sklerose ein.
Ausgezeichnet wurden:
- Annette Anzinger-Baur aus Kelheim: seit vielen Jahren in der Hospiz- und Trauerarbeit aktiv
- Marie-Luise Apfelbeck aus Mamming engagiert sich auf vielfältige Weise für ältere und kranke Menschen.
- Ute Bockelmann aus Velden: Einsatz für Seniorinnen und Senioren und im Markt Velden
- Rosa Haslbeck aus Unterweilnbach: häusliche Pflegeleistung
- Udo Heske aus Kelheim kümmert sich um Menschen, die an rheumatischen Erkrankungen leiden.
- Edeltraud Kirchner aus Teisnach setzt sich für Menschen mit Multipler Sklerose sowie für deren Angehörige ein.
- Hermann Plank aus Siegenburg: Dienste in der häuslichen Pflege
- Evi Wirkert aus Grafenau: Hospizbegleiterin für schwerstkranke und sterbende Menschen
Eine weitere Person will ungenannt bleiben.
Nach den Worten von Gerlach zeigen die „Weißen Engel“ auf wunderbare Weise, „was einzelne Menschen bewegen und verändern können.“ Nach Worten der Ministerin setzen sich in Bayern über 40 Prozent der Menschen über 14 Jahren für das Gemeinwohl ein. Wer anderen helfe, profitiere zudem selbst, und zwar körperlich, psychisch und geistig. Ehrenamtliches Engagement nannte sie den „Kitt unserer Gesellschaft“.
Auf einen Blick
- Verleihung: am Montag in Landshut
- Verleiher: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
- Rhythmus: einmal jährlich in jedem Regierungsbezirk
- Einzelbilder: in den folgenden Werktagen in der Download-Cloud, Zugang unter www.stmgp.bayern.de/ministerium/download/#ehrungen
Hintergrund
Geehrt werden vorbildliche Menschen, die über viele Jahre hinweg und mit großer Verlässlichkeit unentgeltlich in der Gesundheitsversorgung, in der Pflege oder in der Vorbeugung tätig waren oder zu Hause beispielhaft Angehörige gepflegt haben. So beschreibt es das Ministerium auf seiner Website.
Nach Angaben von Wikipedia besteht die Auszeichnung aus einer Urkunde und einer Ehrennadel. Eingeführt wurde er 2011. Seit 2014 wird er jährlich an höchstens 70 Personen vergeben, zuvor waren es höchstens 50.
Die Runden der anderen Regierungsbezirke liegen laut Ministerium zeitlich auseinander: Oberbayern wurde am 11. November 2025 in München geehrt, Oberfranken am 24. April 2026 in Bamberg, Unterfranken am 18. Juni 2026, Mittelfranken am 23. September 2026 in Nürnberg.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung zeigt, wie unterschiedlich Ehrenamt in der Pflege aussieht: von der häuslichen Pflege bis zur Sterbebegleitung. Gerade die häusliche Pflege geschieht oft unbemerkt, eine solche Ehrung macht sie sichtbar. Offen bleibt, wie die Geehrten ausgewählt werden. Dazu sagt die Mitteilung nichts.













