Regensburg – Der frühere Kreisrat und weitere stellvertretende Landrat Bruno Schleinkofer ist tot. Das teilte das Landratsamt Regensburg mit. Nach Worten des Landratsamts verliere der Landkreis einen Kommunalpolitiker, der über viele Jahre hinweg die Entwicklung des Landkreises mitgestaltet und begleitet habe.
24 Jahre im Kreistag
Schleinkofer saß von 1996 bis 2020 im Kreistag. In dieser Zeit arbeitete er in zahlreichen Gremien mit. Von 1996 bis 2002 gehörte er dem Umweltausschuss an, von 2002 bis 2020 dem Wirtschaftsausschuss. In verschiedenen Wahlperioden war er außerdem Verbandsrat im Zweckverband Sparkasse Regensburg sowie Verwaltungsrat der Regionalentwicklungsgesellschaft GSR und der Regionalmarketinggesellschaft RLR. Zugleich gehörte er von 2002 bis 2008 dem Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands Regensburg an.
Stellvertretender Landrat von 2002 bis 2008
Als Höhepunkt seiner Arbeit auf Landkreisebene nennt die Mitteilung seine Bestellung zum weiteren stellvertretenden Landrat in der ersten Sitzung des neu gewählten Kreistages am 6. Mai 2002. Die Stellvertreter des damaligen Landrats Herbert Mirbeth waren in der Wahlzeit 2002 bis 2008 er selbst, Sylvia Stierstorfer, die ebenfalls als weitere stellvertretende Landrätin amtierte, und der gewählte Stellvertreter Otto Gascher.
Würdigung durch die Landrätin
Landrätin Tanja Schweiger zeigte sich betroffen vom plötzlichen Tod Schleinkofers. Sie habe ihn über viele Jahre erlebt und ihn als jemanden kennengelernt, dem Heimat und Region eng am Herzen gelegen hätten. Seine Leidenschaft habe der Kommunalpolitik gegolten, auf Landkreis- wie auf Gemeindeebene. Über die 24 Jahre im Kreistag hinweg habe er mit seinem Fachwissen in der Wirtschafts- und Umweltpolitik viele wertvolle Impulse gegeben. Wichtig sei ihm außerdem das gesellschaftliche Miteinander gewesen: Er sei ein überzeugter Fürsprecher für Ehrenamt, Vereine, Jugend und Sport gewesen.
Für Schweiger war er ein Partner, der bodenständig auftrat, nach vorn schaute und stets die Sache in den Mittelpunkt stellte. Die Zusammenarbeit sei von gegenseitigem Respekt und dem Bemühen um gute Lösungen geprägt gewesen. Sein Tod hinterlasse eine große Lücke. Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen und dem Umfeld des Verstorbenen. Zum Schluss heißt es, der Landkreis Regensburg werde Schleinkofer ein ehrendes Gedenken bewahren.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung zeichnet vor allem die Gremienarbeit nach, also das, was sich in Ämtern belegen lässt. Wie Schleinkofer im Alltag Politik machte, erfährt man vor allem aus den Worten der Landrätin. Zum Todeszeitpunkt und zu möglichen Gedenkterminen schweigt die Mitteilung, Leser müssen dafür andere Quellen abwarten.













