Schiller-Gymnasium Hof
Symbolbild: Hof · Foto: PantheraLeo1359531, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Hof – Wer bei Belastung Druck in der Brust spürt oder schneller außer Atem gerät, sollte das abklären lassen. Darauf weist das Sana Klinikum Hof hin und lädt zu einem Gesundheitsvortrag über die koronare Herzkrankheit (KHK) ein. Er findet am Mittwoch, 11. November 2026, um 18 Uhr im Klinikum statt. Referent ist der Kardiologe Prof. Dr. Dr. Anil-Martin Sinha, teilte das Klinikum mit.

Bei einer KHK verengen Ablagerungen die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Reicht diese Versorgung nicht aus, melden sich oft zuerst bei körperlicher Anstrengung Beschwerden: Schmerzen, ein Druckgefühl oder Enge im Brustkorb, die sich in Ruhe wieder legen können. Auch Luftnot kann auf die Krankheit hindeuten. Ohne Behandlung drohen unter anderem Herzinfarkt oder Herzschwäche. Wird die Krankheit früh erkannt, lässt sich rascher eine passende Therapie beginnen, und das Risiko weiterer Erkrankungen sinkt. „Das Wichtigste ist es, Warnsignale ernst zu nehmen und abklären zu lassen“, sagte Sinha.

Alter und erbliche Veranlagung lassen sich nicht ändern. Andere Risikofaktoren kann man angehen: Rauchen, Bewegungsmangel, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Diabetes. Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und der Verzicht aufs Rauchen tragen zur Herzgesundheit bei. Dazu kommt, bestehende Leiden zu behandeln und ärztlich verordnete Medikamente regelmäßig zu nehmen.

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Im Vortrag erklärt Sinha, wie Ärzte eine KHK feststellen. Am Anfang steht das Gespräch über Beschwerden, Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Danach können ein Elektrokardiogramm (EKG), Laborwerte und Bildgebung folgen. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab. Auch die Therapie richtet sich nach Befunden und Beschwerden. Grundlage sind ein herzgesunder Lebensstil und Medikamente. Je nach Krankheitsbild kommen außerdem ein Herzkatheter mit Stents zur Weitung verengter Herzkranzgefäße oder eine Bypassoperation infrage. Die Behandlung soll Beschwerden lindern, die Lebensqualität bewahren und gefährliche Folgen verhindern.

Die Kardiologie in Hof bietet laut Mitteilung weitere kathetergestützte Therapien an. Seit November 2024 gehört dazu das MitraClip-Verfahren bei schwerer Undichtigkeit der Mitralklappe für geeignete Patientinnen und Patienten. Bei Vorhofflimmern kann eine Kryoablation eingesetzt werden: Bereiche am Übergang der Lungenvenen zum linken Vorhof werden vereist, damit störende elektrische Impulse unterbrochen werden. Für manche Betroffene, die eine dauerhafte medikamentöse Gerinnungshemmung nicht vertragen, etwa wegen schwerer Blutungen, kann ein Verschluss des linken Vorhofohrs eine Option sein. Welche Therapie passt, wird sorgfältig geprüft. „Denn wenn sie früh erkannt und richtig behandelt werden, ist auch mit Herzproblemen ein lebenswertes Leben möglich“, sagte Sinha.

Eingeladen sind Betroffene, Angehörige und weitere Interessierte.

Auf einen Blick

  • Termin: Mittwoch, 11. November 2026, 18 Uhr
  • Ort: Sana Klinikum Hof
  • Referent: Prof. Dr. Dr. Anil-Martin Sinha

Hintergrund

Das Sana Klinikum Hof gehört nach eigenen Angaben zu den größten somatischen Akutkrankenhäusern in Bayern. Es verfügt über 465 vollstationäre Betten und 22 teilstationäre Plätze. Laut Unternehmenswebsite hat es rund 1.000 Beschäftigte und 16 Fachabteilungen.

Laut Wikipedia liegt das Klinikum an der Eppenreuther Straße in Hof. Im Jahr 2005 wechselte der Träger von der Stadt Hof zu den Sana Kliniken. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg nutzt das Haus als akademisches Lehrkrankenhaus.

Für die Herzmedizin ist das Herzkatheterlabor von Bedeutung: Laut Wikipedia wurde 2009 das erste eröffnet, 2012 folgte das zweite. Im September 2022 wurde nach Angaben des Klinikums das neue Interventionszentrum eröffnet.

Eigene Einschätzung

Der Vortrag bietet Betroffenen und Angehörigen eine Gelegenheit, Fragen zu Warnzeichen und Behandlung direkt an einen Kardiologen zu richten. Offen bleibt, ob es eine Anmeldung oder Kosten gibt, dazu macht die Mitteilung keine Angaben. Wer dorthin möchte, sollte sich vorab beim Klinikum erkundigen.

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