Eckersdorf OT Lohe O
Symbolbild: Bayreuth · Foto: J. Lunau, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Bayreuth – Die Stadt Bayreuth baut ihre Verwaltung um. Wie die Stadt mitteilte, sollen Referate neu zugeschnitten und Aufgaben anders verteilt werden. Anlass sind zwei Personalfragen: Das Referat „Kultur und Wirtschaft“ ist derzeit nicht besetzt. Im Referat „Planen und Bauen“ steht im Sommer kommenden Jahres ein Wechsel an, weil die jetzige Referentin in den Ruhestand geht. Die Stadt hält den Zeitpunkt deshalb für geeignet.

Der Oberbürgermeister erklärte den Medien: „Kernziele sind die Bündelung von zusammenhängenden Aufgaben und deren gleichmäßigere Verteilung unter den Referaten“. Außerdem soll seine Doppelfunktion als Referatsleiter für einzelne Bereiche enden, die die Stadt als ungünstig bezeichnet.

Die wichtigsten Änderungen

Im Referat des Oberbürgermeisters wird die bisherige Stabsstelle zum „Amt für Digitalisierung“. Es kümmert sich um Digitalisierung, Automatisierung, den Einsatz von KI und die Optimierung von Abläufen in der gesamten Verwaltung. Diese Themen soll der Oberbürgermeister selbst zentral steuern.

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Aus „Planen und Bauen“ wird das Referat „Bauen und Infrastruktur“ (R4). Es soll sich stärker auf Sanierung, Neubau und Unterhalt der öffentlichen Infrastruktur konzentrieren, angesichts der großen Herausforderungen im Baubereich.

Das bisherige Referat „Kultur und Wirtschaft“ heißt künftig „Kultur, Tourismus und Sport“ (R5). Dort werden neben den städtischen Bildungseinrichtungen das Kultur- und das Sportmanagement geführt, mit starkem Blick auf ehrenamtliches Engagement sowie auf städtische Sport-, Veranstaltungs- und Kulturstätten.

Neu entsteht das Referat „Stadtentwicklung, Wirtschaft und Klimaschutz“ (R6). Es soll zentraler Ansprechpartner und Koordinator für die strategische und nachhaltige Entwicklung der Stadt sowie für Unternehmen und Investoren sein.

Zuständigkeiten der Referate

  • Referat OB: zuständig für die Gesamtsteuerung der Stadtverwaltung sowie für Digitalisierung, Zentrale Aufgaben, Gremienangelegenheiten, Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Referat 1, Personal, Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung: In dessen Verantwortung fallen das Personalmanagement, das Recht, Sicherheit, Ordnung und der Katastrophenschutz, ausländerrechtliche Angelegenheiten, der Umweltschutz, das Verkehrsrecht und das Veterinärwesen
  • Referat 2, Finanzen, Beteiligungen, Stiftungen und Informationstechnik: Dieses Referat kümmert sich um die Finanzverwaltung und die Informationstechnik, betreut die Stiftungen in städtischer Verwaltung und übernimmt das Controlling der städtischen Beteiligungen
  • Referat 3, Familie, Schulen, Soziales und Meldewesen: Hier liegen die Sozialverwaltung, Jugend- und Familienfragen, das Schulwesen mit den städtischen Schulen, die Arbeit für Integration, Inklusion und Senioren sowie das Meldewesen
  • Referat 4, Bauen und Infrastruktur: Es verantwortet die Hochbauverwaltung mit Neubau, Sanierung und Unterhalt städtischer Liegenschaften und kümmert sich außerdem um Tiefbau, Stadtbauhof, Kläranlage, Friedhofswesen und Stadtgrün
  • Referat 5, Kultur, Tourismus und Sport: Zuständig ist es für das Kultur- und Veranstaltungsmanagement, die städtischen Museen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, den Tourismus sowie das Sportmanagement samt städtischen Sportstätten
  • Referat 6, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Klimaschutz: Zu seinen Aufgaben zählen die strategische Stadtentwicklung, das Flächenmanagement, die Liegenschaftsverwaltung, Baugenehmigungen, Städtebauförderung, Wirtschaftsförderung und Klimaschutz

Hintergrund

Nach Angaben der Stadt auf ihrer Website sind Stadtrat und Oberbürgermeister die Hauptorgane der Stadt Bayreuth. Die Referate und Dienststellen erhalten ihre Aufgaben vom Oberbürgermeister, der zugleich die Verwaltung der Stadt führt. Jedem Referenten ist ein bestimmter Geschäftsbereich zugeordnet.

Eigene Einschätzung

Die Neuordnung folgt erkennbar der Personalsituation, ist aber mehr als eine Notlösung: Aufgaben werden thematisch gebündelt. Offen lässt die Mitteilung, wann die Änderungen greifen und wer die neuen und unbesetzten Referate leiten soll. Auch bleibt unklar, was das neue Amt für Digitalisierung für Bürger im Alltag bedeutet.

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