Bayern Coburg
Symbolbild: Coburg · Foto: Calips, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Coburg – Mehr als 1.500 Menschen haben bei den Coburger Nachhaltigkeitstagen 2026 mitgemacht. Das Programm lief unter dem Motto „Einfach machen“, wie die Hochschule Coburg mitteilte. Die Besucher konnten selbst Hand anlegen, etwa einen Hocker aus Lehm bauen oder ihr Fahrrad reparieren. Außerdem konnten sie sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen.

Zum Auftakt lief am Dienstag im VHS-Kino der Film „Gewicht der Welt“, dem eine Diskussionsrunde folgte. Zwei Tage später wurde im ehemaligen Kaufhof die Ausstellung „Architecture and Energy“ eröffnet.

Schulklassen und Lehrkräfte

Am Freitagvormittag kamen über 460 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt und dem Landkreis zu Lernangeboten rund um nachhaltige Entwicklung. Mitgewirkt haben neben Dozierenden und Studierenden der Hochschule unter anderem das ALEF, der LBV, BUND Naturschutz Bayern sowie der Verein Gaia e.V. Bamberg. Zum ersten Mal schloss sich daran eine Fortbildung für Lehrkräfte an. Vorgeführt wurden außerdem Klimapuzzle, Klimakoffer und das Energiespardorf.

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Vortrag von Harald Lesch

Als Höhepunkt bezeichnet die Hochschule den Abendvortrag „Klimawandel: Stand der Dinge – und jetzt?“ des Astrophysikers Prof. Dr. Harald Lesch von der LMU München. Wegen des großen Interesses wurde er in drei Hörsälen übertragen. Nach der anschließenden Diskussion blieb Lesch noch gut eine Stunde, um Autogramme zu schreiben und für Selfies bereitzustehen.

Aktionstag auf dem Schlachthofgelände

Am Samstag war das ehemalige Schlachthofgelände der Aktionsort. Mehr als 50 aktiv Engagierte und zahlreiche Besucher gestalteten dort das Programm. Es gab Energieberatung und eine „Fishbowl“-Diskussion darüber, wie KI die Arbeitswelt verändert. Weitere Angebote drehten sich um gesunde Ernährung, das Tropenhaus am Rennsteig und nachhaltige Gründungsmöglichkeiten. Besucher konnten Taschen nähen, Fahrräder reparieren und einen eigenen Lehmhocker herstellen und mitnehmen. Fachlich Interessierte kamen im ehemaligen Kaufhof bei einer Zukunftswerkstatt zu „Stadtplanung, Bauen, Zirkularität“ auf ihre Kosten.

Fortsetzung 2027

Im kommenden Jahr soll es weitergehen: Die Hochschule Coburg, MakingCulture e. V., das Bamberg-Coburger forum1.5 sowie die Stadt Coburg und der Landkreis planen die nächste Auflage gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern.

Auf einen Blick

  • Kontakt für Interessierte, die 2027 mitwirken möchten: nachhaltigkeitstage@hs-coburg.de

Hintergrund

Die Hochschule Coburg ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften und wurde 1971 gegründet. Bis zum 1. Oktober 2008 hieß sie Fachhochschule Coburg, wie Wikipedia schreibt.

Nach Angaben der Hochschule auf ihrer Website studieren im Wintersemester 26/27 insgesamt 4410 Menschen dort. Sie bietet 29 Bachelor- und 20 Master-Studiengänge an.

Die Hochschule unterhält nach eigenen Angaben vier Standorte in Coburg, Kronach, Lichtenfels und Bamberg. Der Hauptcampus ist der Campus Friedrich Streib im Westen Coburgs, auf dem laut Hochschule drei Viertel der Studierenden studieren. Der Campus Design am Rande der Coburger Innenstadt ist die Heimat der Fakultät Design + Bauen.

Eigene Einschätzung

Die Nachhaltigkeitstage setzen auf Mitmachen statt auf reine Vorträge, und das passt zum Motto. Offen bleibt, wie sich die Teilnehmenden auf die einzelnen Tage verteilten und ob die Angebote auch nach dem Aktionstag Wirkung zeigen. Wer im nächsten Jahr mitwirken will, hat mit der genannten Adresse immerhin einen konkreten Ansprechpunkt.

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