Burgruine Brennberg GO12 (Brennberg)
Symbolbild: Landkreis Regensburg (Brennberg) · Foto: Gras-Ober, Wikipedia/Wikimedia Commons ( cc-by-sa-3.0 ), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Obertraubling – Autofahrer im südlichen Landkreis Regensburg können seit der Freigabe am 2. Oktober 2026 den zweiten Abschnitt der Südspange nutzen. Das teilte die Gemeinde Obertraubling mit. Die Kreisstraße R 30, auch Südspange genannt, soll den Durchgangsverkehr aus Wolkering, Gebelkofen und Egglfing herausnehmen und im südlichen Landkreis für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Sind alle drei Bauabschnitte fertig, verbindet die Strecke Poign und Köfering auf insgesamt 8,26 Kilometern.

Bei der Freigabe waren neben Landrätin Tanja Schweiger zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche und Wirtschaft dabei, darunter Obertraublings Erster Bürgermeister Simon Wagner. Vor der Verkehrsfreigabe segneten Pfarrer Helmut Brunner (Pfarrei Obertraubling) und Pfarrerin Lisa Hacker (Lutherkirche Neutraubling) die neue Strecke.

Wagner nannte das Projekt vor allem für Gebelkofen bedeutsam. Er sagte: „Sie ist ein Meilenstein auf dem Weg zu nachhaltiger Verkehrsentlastung in unserer Gemeinde und die Freigabe des 2. Bauabschnittes bringt uns diesem Ziel wieder einen Schritt näher.“ Landrätin Schweiger betonte, die Südspange stärke eine leistungsfähige und sichere Verkehrsinfrastruktur. Ihr Dank galt allen, die zur Umsetzung beigetragen haben: Grundstückseigentümern und Pächtern, Kommunen und Behörden, Planern und Baufirmen. Armin Dirschl, Erster Bürgermeister von Köfering, hob hervor, dass die Ortsdurchfahrt entlastet und die Verkehrssicherheit verbessert werde.

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Bauarbeiten und Kosten

Im zweiten Abschnitt bewegten die Bauleute rund 105.000 Kubikmeter Erde, stellten etwa 28.000 Quadratmeter Asphalt her und verlegten rund 2,3 Kilometer Entwässerungskanäle. Zu den Besonderheiten zählen Brücken, die den Wolkeringer Mühlbach und die neue Trasse überspannen, sowie eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Köfering und Egglfing. Gleichzeitig baute der Wasserzweckverband des südlichen Landkreises Regensburg eine neue Wasserleitung von rund 2,5 Kilometern Länge ein.

Die Arbeiten begannen Mitte Oktober 2024 und endeten Ende September 2026. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 19,5 Millionen Euro. Vom Freistaat Bayern kommen voraussichtlich rund 13 Millionen Euro Förderung, der Landkreis Regensburg steuert etwa 6,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bei.

Dritter Abschnitt ab 2027

Die Vorbereitungen für den dritten und letzten Abschnitt laufen bereits. Aktuell wird das Baufeld freigemacht, zudem laufen archäologische Untersuchungen und Kampfmittelsondierungen. Die Straßen- und Brückenarbeiten sollen Mitte 2027 beginnen, die gesamte R 30 soll im September 2029 fertig sein. Der letzte Abschnitt misst 5,67 Kilometer und umfasst drei Ingenieurbauwerke sowie fünf Regenrückhaltebecken.

Auf einen Blick

  • Freigabe des zweiten Bauabschnitts: 2. Oktober 2026
  • Bauzeit zweiter Abschnitt: Mitte Oktober 2024 bis Ende September 2026
  • Gesamtkosten: rund 19,5 Millionen Euro
  • Förderung Freistaat Bayern: voraussichtlich rund 13 Millionen Euro
  • Eigenmittel Landkreis Regensburg: etwa 6,5 Millionen Euro
  • Dritter Bauabschnitt: Baubeginn Mitte 2027, Fertigstellung September 2029

Hintergrund

Die Förderung des Freistaats stützt sich laut Verkehrsministerium auf das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und das Bayerische Finanzausgleichsgesetz. Das Ministerium nannte in seiner Mitteilung für den zweiten Abschnitt Gesamtkosten von rund 19,24 Millionen Euro und eine Förderung von insgesamt 12,89 Millionen Euro.

Die Richtlinien des Freistaats sehen vor, dass Vorhaben, die gefördert werden sollen, zuvor in die Förderdatenbank Straßenbau aufzunehmen sind. Gefördert wird laut Richtlinien der Bau oder Ausbau von Kreis- und Gemeindestraßen. Auch Grunderwerbskosten sind zuwendungsfähig, die Förderung erfolgt jedoch frühestens bei Beginn der Bauarbeiten. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht: Die Mittel werden ohne rechtliche Verpflichtung im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel vergeben.

Landkreise, Städte und Gemeinden in Bayern erhalten laut Ministerium jährlich rund 250 Millionen Euro vom Freistaat für Projekte zur Verbesserung ihrer Straßennetze.

Eigene Einschätzung

Für Gebelkofen und die anderen Ortsdurchfahrten zählt vor allem, wie stark der Verkehr nach dem letzten Abschnitt tatsächlich nachlässt, denn erst die durchgehende Strecke entfaltet ihre Wirkung. Die Mitteilung nennt dazu keine Verkehrszahlen. Anwohner sollten die Bauarbeiten am dritten Abschnitt im Blick behalten.

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