Aschaffenburg – Wer über eine Wärmepumpe nachdenkt, kann sich am Samstag, 24. Oktober 2026, in Aschaffenburg informieren. Die SHK-Innung Aschaffenburg/Miltenberg lädt gemeinsam mit der Stadt Aschaffenburg, den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg und der Firma Richter+Frenzel zu einer Messe rund um das Thema ein. Das teilte das Landratsamt Aschaffenburg mit.
Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 14:00 Uhr auf dem Gelände von Richter+Frenzel in der Benzstraße 1 statt. Der Eintritt ist frei. Auf dem Programm stehen Vorträge zu Wärmepumpen, Energiesparen und Förderprogrammen. Mehrere Herstellerinnen und Hersteller zeigen aktuelle Wärmepumpen, die Besucher anfassen und anhören können. An Infoständen der SHK-Innung, der Sparkasse, der Stadt, der Landkreise und des Verbraucherservices Bayern beantworten Fachleute individuelle Fragen.
Die beteiligten Stellen engagieren sich zudem in der regionalen Kampagne „Heimvooorteil“. Das Netzwerk hilft privaten Hauseigentümern dabei, sich zu orientieren und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Weitere Informationen gibt es unter www.heimvooorteil.de.
Den Auftakt macht um 10:00 Uhr die Begrüßung durch den Obermeister der SHK-Innung. Danach laufen zwei Vortragsrunden mit denselben Themen. In der ersten Runde spricht um 10:30 Uhr Tibor Reidl vom Sachgebiet Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Aschaffenburg über kommunale Wärmeplanung. Um 11:00 Uhr folgt Hans Peter Schmitt, Energieberater beim Verbraucherservice Bayern, mit dem Vortrag zur Wärmepumpe als Baustein zukünftiger Gebäudesanierung. Um 11:30 Uhr behandelt Peter Bayer, Vorstandsmitglied der SHK-Innung und Energieberater, das Thema Wärmepumpe im Altbau. Die zweite Runde wiederholt diese Vorträge mit denselben Referenten um 12:30, 13:00 und 13:30 Uhr.
Auf einen Blick
- Termin: Samstag, 24. Oktober 2026, 10:00 bis 14:00 Uhr
- Ort: Gelände der Firma Richter+Frenzel, Benzstraße 1, Aschaffenburg
- Eintritt frei
- Vortragsrunde 1: 10:30, 11:00 und 11:30 Uhr
- Vortragsrunde 2: 12:30, 13:00 und 13:30 Uhr
- Infos zur Kampagne: www.heimvooorteil.de
Hintergrund
Wer eine Wärmepumpe einbauen will, kann dafür Zuschüsse bekommen. Die Förderrichtlinie des Bundes für Einzelmaßnahmen nennt als Voraussetzung, dass es sich um ein Bestandsgebäude handelt. Gefördert wird der Einbau effizienter Wärmeerzeuger.
Wie viel Zuschuss es gibt, hängt vom Einkommen ab. Laut Richtlinie liegt die Obergrenze bei 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben, wenn das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen höchstens 30 000 Euro beträgt (mit Familienzuschlag 40 000 Euro). Bei höherem Einkommen sind es höchstens 70 Prozent. Für die erste Wohneinheit erkennt die Förderung bis zum 31. Januar 2027 Ausgaben bis 28 000 Euro an. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt diese Grenze alle sechs Monate um 750 Euro, wer früher beantragt, kann also mit etwas mehr rechnen.
Hinzu kommen technische Auflagen: Bei hydraulisch betriebenen Systemen ist ein hydraulischer Abgleich Voraussetzung. Nach der Inbetriebnahme muss der Antragstellende zudem den Einbau eines intelligenten Messsystems beantragen, sofern der Anschluss noch keines hat. Eine Doppelförderung für dieselben Ausgaben ist ausgeschlossen, etwa zusammen mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Einer der Vorträge widmet sich der kommunalen Wärmeplanung. Laut Richtlinie müssen Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern sie gesetzlich ab 2026 vorlegen, kleinere Gemeinden erst ab 2028.
Eigene Einschätzung
Wer vor der Heizungsfrage steht, bekommt am Wärmepumpentag Technik, Förderung und kommunale Planung an einem Ort erklärt. Besonders nützlich dürfte der Austausch mit den Energieberatern sein, weil die Förderung an Bedingungen geknüpft ist, die man vor dem Kauf kennen sollte. Die Mitteilung nennt keine Anmeldung, offenbar kann man einfach vorbeikommen.













