Autobahn: Lanzendorf Brücke A9- -RM-173451
Symbolbild: Autobahn · Foto: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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München – Im Tagungszentrum Furth im Wald haben Bürgerinnen und Bürger über das Leben an der bayerisch-tschechischen Grenze gesprochen. Den Anlass bot der Start des Bürgerdialogs „Heimatdialog.Grenznah“ am Donnerstag (22. Oktober). Das teilte das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat mit.

Die Teilnehmenden tauschten sich über Vorteile und Hürden aus, die die Nähe zu Tschechien mit sich bringt, und über die bayerisch-tschechische Freundschaft. Zentral waren die persönlichen Erlebnisse der Teilnehmenden und ihre Vorstellungen davon, wie sich die Region entwickeln soll.

Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel sagte, es sei deutlich geworden, dass die Grenzlage Chancen in Kultur, Wirtschaft und Sport eröffne. Sprachkenntnisse würden als Türöffner empfunden. Zugleich seien konkrete Anliegen zur Sprache gekommen: vom Ausbau der Infrastruktur über die Vernetzung im Gesundheitswesen bis zu stärkerer kommunaler Zusammenarbeit. Geäußert wurde außerdem der Wunsch nach mehr Begegnungsmöglichkeiten und nach Informationen über die tschechischen Nachbarn.

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„Wir wollen erfahren, was die Menschen vor Ort bewegt und welche Ideen sie für ihre Heimat haben.“ So begründete Schöffel das Vorhaben. Er dankte allen, die ihre Erfahrungen offen geteilt und Anregungen eingebracht haben.

Furth im Wald war der erste von insgesamt drei regionalen Terminen des Ministeriums. Die Veranstaltungsreihe steht unter dem Motto „Heimatdialog.Grenznah – Lebensqualität und Chancen im bayerischen Grenzraum zu Tschechien“. Das Ministerium will damit mehr darüber erfahren, wie die Grenzlage den Alltag prägt, welche Potenziale die Region hat und wo es noch hakt. Die Ergebnisse sollen in die bayerische Heimatpolitik einfließen und Impulse für neue Maßnahmen zur Stärkung des Grenzraums geben.

Auf einen Blick

  • Termin des Auftakts: Donnerstag (22. Oktober)
  • Veranstaltungsort war das Tagungszentrum Furth im Wald
  • Weitere Informationen: www.heimatdialog.bayern/grenznah/

Hintergrund

Der Dialog ist laut Ministerium für Bürgerinnen und Bürger aus Niederbayern, der Oberpfalz und Oberfranken gedacht. Schöffel erklärte Anfang Oktober, die Aktion starte nach der Online-Umfrage in die nächste Phase und komme nun in die Regionen.

Bei den Veranstaltungen soll es darum gehen, was Heimat ausmacht, welche Chancen und Herausforderungen die Nähe zu Tschechien bringt und wie die bayerisch-tschechische Freundschaft weiter gestärkt werden kann.

Eigene Einschätzung

Ein Bürgerdialog lebt davon, dass Anliegen später sichtbar etwas bewirken. Die genannten Themen wie Infrastruktur und Gesundheitswesen sind greifbar. Offen bleibt, wann und wo die beiden weiteren Termine stattfinden und wie das Ministerium die Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umsetzt. Wer mitreden will, sollte die Projektseite im Blick behalten.

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