Bayreuth – Das Kunstmuseum Bayreuth eröffnet am Sonntag, 25. Oktober, um 11 Uhr eine Ausstellung zum Werk des Bildhauers Arthur Dieter Trantenroth. Das teilte die Stadt Bayreuth mit. Gezeigt wird eine erste Auswahl seiner Kunstwerke. Dazu kommen Spuren seiner Arbeitsweise. Nach Angaben der Stadt zeigen Skizzen, Notizen und Objekte eine künstlerische Suchbewegung. Sie machen sichtbar, wie aus einem ersten Impuls Arbeiten entstanden.
Trantenroth wurde 1940 in Bochum geboren. Er machte zunächst eine Lehre zum Augenoptiker und danach zum Keramiker. Von 1964 bis 1968 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Anschließend ließ er sich als freischaffender Bildhauer in Wunsiedel nieder. Obwohl seine Werke national wie international gezeigt wurden und er an vielen Orten lebte, kehrte er stets nach Oberfranken zurück, vor allem ins Fichtelgebirge. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in Weißenstadt. Er starb 2019 in Selb.
Im Jahr 2014 bekam das Kunstmuseum Bayreuth vom Künstler eine großzügige Schenkung. Ergänzt wird sie durch den Nachlass, der als Dauerleihgabe der Oberfrankenstiftung im Museum liegt. In den vergangenen Jahren widmete sich das Museum diesem Bestand mit großem Aufwand. Die Zeichnungen, Skizzen und Objekte aus ganz verschiedenen Materialien galt es zu katalogisieren und zu inventarisieren. Mehr als 6.500 Zeichnungen sind vorhanden, die als eigenständige Werke sein bildhauerisches Schaffen begleiteten. Hinzu kamen aufwändige Restaurierungsarbeiten an einzelnen Objekten.
Begleitend gibt das Museum einen Katalog heraus und hält zahlreiche Führungen und Veranstaltungen bereit.
Auf einen Blick
- Ausstellungseröffnung: Sonntag, 25. Oktober, um 11 Uhr
- Zu finden ist das Kunstmuseum Bayreuth in der Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth
- Besucher können von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr kommen
- Erreichbar ist das Haus unter der Telefonnummer 0921/7645310 sowie per Fax unter 0921/7645320
- Weitere Informationen: www.kunstmuseum-bayreuth.de
Hintergrund
Der Nachlass liegt als Dauerleihgabe im Museum. Rechtlich bleibt bei einem Leihvertrag der Verleiher Eigentümer, wie Wikipedia zum Leihvertrag schreibt. Der Entleiher wird unmittelbarer Besitzer der Sache. Auch eine Dauerleihgabe lässt sich nach dieser Darstellung unter Beachtung der vereinbarten oder gesetzlichen Voraussetzungen jederzeit kündigen.
Laut Wikipedia sollten alle vom Museum erworbenen Objekte ins Inventar eingetragen werden. Es dient als Rechtsnachweis und hilft, Fragen der Herkunft und der Besitzverhältnisse zu klären. Erfasst werden dort etwa die Inventarnummer, das Eingangsdatum, die Objektbezeichnung und die Art des Zugangs.
Danach folgt die Katalogisierung. Dabei werden Informationen erfasst, die über die Inventarisierung hinausgehen, und die Objekte in die Klassifikation des Museums eingearbeitet. Früher geschah das meist mit Karteikarten, heute setzen Museen laut Wikipedia immer häufiger Datenbanksysteme ein.
Eigene Einschätzung
Bemerkenswert ist, dass die Ausstellung nicht nur fertige Werke zeigt, sondern den Weg dorthin. Gerade die Skizzen und Notizen dürften neugierig machen. Offen bleibt, wie groß die erste Auswahl ausfällt und wie viel vom Bestand später zu sehen sein wird. Wer kommt, sollte sich die Führungen anschauen.













