Forcheim, Rathaus
Symbolbild: Forchheim · Foto: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Forchheim – Knapp 130 Menschen sind ins KinoCenter Forchheim gekommen, um dort den Film „Der verlorene Mann“ zu sehen. Die Vorführung gehörte zur 7. Bayerischen Demenzwoche 2026, wie das Landratsamt Forchheim mitteilte. Eingeladen hatten der Pflegestützpunkt Landkreis Forchheim, die Beratungsstellen von Caritas und Diakonie für pflegende Angehörige sowie die Compass Private Pflegeberatung und der Kreisseniorenring Forchheim.

Der Besuch war kostenfrei, das Bayerische Ministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention förderte ihn. Das KinoCenter Forchheim stellte Saal und Technik bereit. Betreiberin Manuela Dengler-Redlin und ihr Team ermöglichten das laut Mitteilung. Vor Ort standen Beratungskräfte bereit, mit denen die Gäste persönlich über Fragen rund um das Thema Demenz sprechen konnten.

Vor dem Film sprach die stellvertretende Landrätin Rosi Kraus. Ihre Ansprache wird in der Mitteilung als sehr persönlich beschrieben. Kraus kann sich demnach gut in die Lage pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz hineinversetzen. Danach lief der deutsche Spielfilm, unter anderem mit Dagmar Manzel und Harald Krassnitzer in den Hauptrollen. Er erzählt vom Alltag mit einem demenzkranken Menschen. Nach Darstellung der Mitteilung zeigt er eindrücklich, welche Herausforderung die Krankheit für die Familie bedeutet und welche Unterstützungsstrukturen es gibt. Er mache auch deutlich, dass man mit den Begleiterscheinungen besser umgehen kann, wenn man nicht allein ist.

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Bayerischer Demenzpreis

Wie wichtig die Beschäftigung mit dem Thema vor Ort ist, zeigen laut Mitteilung die Preisträger des Bayerischen Demenzpreises. Staatsministerin Judith Gerlach verlieh ihn am 13.10.2026 in München. Ausgezeichnet wurden unter anderem der Verein wohlBEDACHT e.V. für das Projekt „Nachtpflege für Menschen mit Demenz“, die oberfränkische Gemeinde Dörfles-Esbach für „Lebensmosaik – Miteinander im Moment“ und das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach für das „P-Seminar: Spiele für Menschen mit Demenz“.

Auch aus dem Landkreis Forchheim wurde schon ein Projekt ausgezeichnet: Den 1. Preis im Jahr 2020 erhielten die „Leasinghühner“ des Seniorenzentrums Johann Hinrich Wichern aus Forchheim. Die Pressestelle ruft dazu auf, Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen am Leben vor Ort teilhaben zu lassen. So lasse sich die nötige Kraft in der Pflege Betroffener fördern.

Eigene Einschätzung

Ein Kinoabend senkt die Hemmschwelle: Wer sich nicht für eine Beratungsstelle anmelden mag, spricht im Foyer vielleicht eher über Sorgen im Familienalltag. Die Mitteilung nennt allerdings nicht, ob die Gespräche zu weiteren Terminen geführt haben. Auch ein Hinweis, wo Interessierte künftig Beratung finden, fehlt.

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