Bayern Coburg
Symbolbild: Coburg · Foto: Calips, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Coburg – Das Landestheater Coburg bekommt ab September 2028 eine neue künstlerische Leitung, und die Suche beginnt jetzt. Bewerben können sich alle Interessierten bis 6. Dezember 2026, teilte die Stadt Coburg mit. Die Ausschreibung ist bewusst offen gehalten, inhaltliche Vorgaben zur künstlerischen Richtung macht die Stadt nicht.

Hintergrund ist der Abgang von Neil Barry Moss im vergangenen Juni. Seitdem leitet Dr. Ulrich Peters das Haus interimsweise. Er hatte bei der Übernahme gesagt, er könne seinen Ruhestand zwei Jahre unterbrechen. Damit bleibe Stadt und Landestheater genug Zeit, die Nachfolge zu regeln.

Warum die Personalie so wichtig ist

Die Intendanz nimmt in einem Theater eine herausragende Stellung ein. Wer sie innehat, verantwortet den Spielplan, bestimmt die Linie des Hauses und wählt damit auch den Großteil der Künstlerinnen und Künstler aus. Mit einem Wechsel an der Spitze verändern sich nicht selten auch große Teile des Ensembles. Die neue Leitung prägt deshalb entscheidend die Identität des Landestheaters.

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So läuft das Verfahren

Bei der Auswahl will sich die Stadt am Konzept des deutschen Bühnenvereins orientieren. Das sagte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. Er ist Vorsitzender des Theaterausschusses und eng in den Prozess eingebunden. Dieses Gremium besteht aus Vertretern von Stadtpolitik und Freistaat Bayern und entscheidet über die wesentlichen Fragen des Theaterbetriebs. „Wir freuen uns auf die unterschiedlichsten Bewerbungen“, erklärt Sauerteig.

Eine hochrangige Findungskommission unterstützt das Verfahren, das im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein soll.

Verwaltungsdirektor Bernd Vorjans rechnet mit vielen Interessenten. Die Intendanz am traditionsreichen Landestheater Coburg sei besonders attraktiv, weil die Finanzlage der Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen gut dastehe. Außerdem wird bis zum Jahresende ein positives Votum zur Generalsanierung des Großen Hauses erwartet. Vorjans wertet das als zusätzliches Zeichen für eine zukunftsorientierte Kulturpolitik der Stadt.

Auf einen Blick

  • Bewerbungsfrist: bis 6. Dezember 2026
  • Start der neuen Intendanz: September 2028
  • Abschluss des Verfahrens: Frühjahr 2027
  • Wer sich bewerben kann: alle Interessierten

Eigene Einschätzung

Die offene Ausschreibung ohne inhaltliche Vorgaben gibt Bewerbern Freiheit, verlangt aber von der Findungskommission klare eigene Maßstäbe. Welche das sind, sagt die Mitteilung nicht. Interessant wird, wie das Publikum früh einbezogen wird, denn eine neue Leitung kann das Gesicht des Hauses spürbar verändern.

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