Winterhausen-September2020 (Winterhausen)
Symbolbild: Landkreis Würzburg (Winterhausen) · Foto: Dr. Reiner Düren aka RedPiranha, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Bergtheim – In Dipbach beginnen in den kommenden Tagen und Wochen Arbeiten an den beiden Regenrückhaltebecken. Das teilte die Gemeinde Bergtheim mit. Der Bauhof führt die Maßnahmen selbst durch.

Anlass ist ein Starkregenereignis vor zwei Jahren. Damals arbeiteten die Becken nicht so, wie sie sollten. Mit der Ertüchtigung will die Gemeinde die Funktion der Anlagen entscheidend verbessern. Der Ort soll künftig bestmöglich gegen die Auswirkungen neuer Starkregenereignisse gewappnet sein.

Nötig sind Erdarbeiten und Eingriffe in den Grünbereich. Die Grünarbeiten sollen so minimalinvasiv wie möglich ablaufen. An Stellen, die für die Funktion der Anlage wichtig sind, lässt sich nach Angaben der Gemeinde aber nicht vermeiden, einen Teil des Bewuchses zu entfernen.

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Erster Bürgermeister Michael Burger betonte, dass alle Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt geplant wurden. Auch die zuständige Naturschutzbehörde war eingebunden, die Planung ist fachlich abgestimmt. Er kündigte außerdem an, dass die Gemeinde auch für Opferbaum und Bergtheim Maßnahmen zum Schutz vor Starkregenereignissen plant.

Für mögliche Einschränkungen während der Bauzeit in Dipbach bittet die Gemeinde um Verständnis. Die Arbeiten seien nötig, damit Dipbach auf Dauer vor Starkregen geschützt bleibt.

Hintergrund

Das Landesamt für Umwelt beschreibt, dass Städte und Gemeinden beim Umgang mit Sturzfluten sehr wichtige Akteure sind. Sie können Maßnahmen im eigenen Verantwortungsbereich umsetzen. Einen vollständigen Schutz vor allen möglichen Überflutungsereignissen kann es demnach nicht geben, nachteilige Folgen von Starkregen und Hochwasser lassen sich aber erheblich abmildern.

In einer Kompaktinformation des Landesamts werden Schutzmaßnahmen in drei Bereiche gegliedert: Bauvorsorge, Verhaltensvorsorge und Risikovorsorge. Zur Bauvorsorge zählen demnach etwa bauliche Schutzmaßnahmen und Objektschutz. Zur Risikovorsorge gehört zum Beispiel eine Versicherung gegen Hochwasser- und Elementarschäden.

Zur Analyse von Problemstellen gehört laut dieser Information auch die Kontrolle von Entwässerungseinrichtungen, darunter Rückhaltebauwerke. Für interessierte Kommunen gibt es laut Landesamt ein Förderprogramm, weitere Informationen erhalten sie beim regional zuständigen Wasserwirtschaftsamt.

Eigene Einschätzung

Dass die Gemeinde offen sagt, warum die Becken nachgebessert werden müssen, schafft Vertrauen. Offen bleibt, wann genau die Arbeiten enden und was an den Becken konkret verändert wird. Anwohner sollten die Hinweise der Gemeinde zu Einschränkungen im Blick behalten. Die angekündigten Pläne für Opferbaum und Bergtheim wird man an Taten messen müssen.

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