Rathaus: Allemagne, Wiesenthau
Symbolbild: Rathaus · Foto: Wayne77, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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München – Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat in München seinen neuen ungarischen Amtskollegen, Innenminister Gábor Pósfai, erstmals zu einem Arbeitsgespräch empfangen. Das teilte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit. Der Gast hat das Amt erst im Mai 2026 übernommen. Herrmann will die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen und gegen grenzüberschreitende Kriminalität weiter intensivieren.

Auf der Tagesordnung standen Fragen der Inneren Sicherheit, die Zusammenarbeit der Polizeien beim Grenzschutz sowie Kriminalität, die Staatsgrenzen überschreitet. „Zwischen Ungarn und Bayern bestehen seit jeher enge und vertrauensvolle Beziehungen“, betonte Herrmann. Nach seinen Worten kooperieren bayerische und ungarische Polizisten schon lange im Rahmen der EU-Donauraumstrategie, unter anderem bei gemeinsamen Fahndungen, in Fragen des Grenzschutzes sowie bei Planung und Ablauf großer Veranstaltungen.

Westbalkanroute und Migration

Ein weiteres Thema war Ungarns Lage an der Westbalkanroute und der Umgang mit irregulärer Migration. Herrmann erklärte, der enge Austausch mit Ungarn liefere zeitnah lagebezogene Erkenntnisse über das Migrationsgeschehen auf der Balkanroute, sodass Bayern bei Bedarf früh reagieren könne. Für die konsequenten Grenzkontrollen sprach er Ungarn seinen Dank aus, und den regelmäßigen Austausch der Fachleute begrüßte er ebenfalls.

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Entry-Exit-System

Außerdem machte Herrmann auf das neue Entry-Exit-System aufmerksam. Bei der Bayerischen Polizei ist es seit März 2026 an den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen im Einsatz. Erstmals werden damit die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen im gesamten Schengenraum digital, mit biometrischer Unterstützung und in Echtzeit registriert. Der Betrieb bei der Bayerischen Polizei sei bislang stabil gewesen, auch in der Hauptreisezeit habe es keine nennenswerten Störungen gegeben. Das gelte ebenso für die technische Infrastruktur der Bundespolizei am Münchner Flughafen.

Herrmann bedankte sich bei seinem Gast für die anhaltend vertrauensvolle Kooperation und kündigte an, sie zu vertiefen. Das Gespräch knüpfe an die jahrelange konstruktive Zusammenarbeit an.

Eigene Einschätzung

Ein erstes Arbeitsgespräch dient vor allem dem Kennenlernen, und die Mitteilung bleibt entsprechend allgemein. Konkrete Vereinbarungen oder neue Projekte nennt sie nicht. Woran sich die angekündigte Intensivierung der Zusammenarbeit messen lässt, bleibt daher offen. Die Aussagen zum Entry-Exit-System stammen allein vom Minister.

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