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Symbolbild: Bamberg · Foto: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Bamberg – Am Samstag, dem 14. November 2026, findet in Bamberg erstmals die EUROPIA-Konferenz mit Film Festival statt. Das teilte die Stadt Bamberg mit. Veranstaltungsorte sind die Volkshochschule (VHS) Bamberg Stadt und das Kino Lichtspiel. Dabei treffen Wissenschaftler und Filmschaffende aus unterschiedlichen Regionen Europas aufeinander. Die Leitfrage lautet, wie Europa erzählt wird und welche Geschichten seinen Zusammenhalt stärken können.

Künftig soll EUROPIA jedes Jahr in einer anderen Stadt der EU stattfinden, ausdrücklich auch in kleineren Orten mit bedeutender Geschichte. Die Veranstalter wollen Europa nicht nur über politische Institutionen und geografische Grenzen definieren, sondern auch über Geschichten, die Menschen miteinander teilen. Diskutiert werden soll, welche Vorstellungen die europäische Identität prägen, welche Bedeutung Geschichte, Religion und Erinnerung für den Zusammenhalt haben und wie neue Erzählungen Menschen über Grenzen hinweg ins Gespräch bringen.

Das Programm verbindet Wissenschaft und Film. Als Referentin angekündigt ist unter anderem Constanze Itzel, die das Haus der Europäischen Geschichte leitet; hinzu kommen Wissenschaftler mehrerer Universitäten und Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die europäische Identität, religiöse Narrative sowie die Kultur des Erinnerns. Am Nachmittag und Abend wechselt der Schauplatz: Das Programm verlässt die Räume der VHS im Alten E-Werk und geht im Kino Lichtspiel weiter. Dort laufen ausgewählte Filme; im Anschluss sprechen die Regisseurinnen und die Literaturwissenschaftlerin Juliane Prade-Weiss darüber. Den Abschluss bilden die Verleihung des Pitch-Awards und eine gemeinsame Party.

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Den Auftakt der Veranstaltung macht ein Grußwort der Dritten Bürgermeisterin Eva Jutzler. Ihre Worte lauteten: „Europa lebt von Menschen, die Brücken bauen, Verantwortung übernehmen und über Grenzen hinweg Gemeinsamkeit schaffen.“ Thomas Riegg, Fachbereichsleiter Kunst & Kultur an der VHS Bamberg Stadt, nannte die Volkshochschule den richtigen Ort für große Fragen, weil sie ein Haus der Ideen und der Begegnung sei.

Als Veranstalter treten die Vertretung der Europäischen Kommission in München, das Center for Religion and Philosophy der LMU München und die vhs Bamberg Stadt auf. Die Gesamtorganisation liegt bei Ben Brummer. Brummer arbeitet als Drehbuchautor und Filmproduzent und unterrichtet an der Filmhochschule München im Fachbereich Werbung. Zu den weiteren Kooperationspartnern gehört unter anderem auch die Hochschule für Fernsehen und Film München. Eingeladen sind alle, die sich für Europa interessieren und mitdiskutieren möchten.

Auf einen Blick

  • Termin: Samstag, 14. November 2026
  • Orte: Volkshochschule Bamberg Stadt (Altes E-Werk) und Kino Lichtspiel
  • Kosten entstehen für die Konferenzteilnahme keine.
  • Anmeldung: Die Plätze im Großen Saal der vhs sind begrenzt, deshalb wird um Anmeldung gebeten.
  • Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter der Kursnummer 0808 auf www.vhs-bamberg.de und auf www.europiaconference.eu.

Hintergrund

Das Haus der Europäischen Geschichte, dessen Leiterin Constanze Itzel zu den Referierenden zählt, wurde laut eigener Website 2007 vom damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, vorgeschlagen. Als Begründung nennt das Museum, dass die Generation verschwand, die die Tragödien des 20. Jahrhunderts erlebt und die Europäische Union aufgebaut hat.

Zudem sei die Errungenschaft der europäischen Integration zunehmend infrage gestellt worden, und ihre Geschichte sei noch in keinem Museum erklärt worden. Das Haus soll nach eigener Darstellung ein Ort sein, an dem die europäische Idee wachsen kann. Es soll das Verständnis der europäischen Geschichte in ihrer ganzen Komplexität fördern, den Austausch von Ideen anregen und Annahmen hinterfragen.

Die Ausstellungen sollen die gemeinsamen Werte der europäischen Einigung zeigen: Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das Museum will damit zeigen, was Europäer erreichen können, wenn sie zusammenarbeiten.

Eigene Einschätzung

Der Ansatz, Europa über Geschichten statt über Institutionen zu fassen, passt gut zu einer Verbindung aus Vortrag und Kino. Offen bleibt, wie konkret die Gespräche werden und ob auch Bamberger ohne Vorwissen einen Zugang finden. Wer teilnehmen will, sollte sich früh anmelden, denn der Große Saal fasst nur begrenzt viele Gäste.

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