Rathaus: Rothenburg BW
Symbolbild: Rathaus · Foto: Berthold Werner, Public domain, via Wikimedia Commons (Datei)
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München – Aus Freystadt geht ein weiteres Blockheizkraftwerk in die Ukraine. Das Gerät mit einer Leistung von 100 Kilowatt ist für den Oblast Kyjiw bestimmt. Manuel Knoll, Bayerns Staatsminister für Jugend und Demokratie, brachte es am 14. Oktober 2026 bei der Firma KW Energie auf den Weg, wie die Bayerische Staatsregierung (Staatskanzlei) mitteilte. Mit dabei war der ukrainische Generalkonsul Yurii Nykytiuk. Die Bereitstellung gelang noch vor dem Winter.

Hintergrund ist eine Zusage: Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem Staatsdinner zur Münchner Sicherheitskonferenz am 14. Februar 2026 seine Hilfe zugesagt. Bei der Übergabe erklärte Knoll: „Wir lösen damit ein Versprechen ein, das Ministerpräsident Dr. Markus Söder gegeben hat.“ Das Kraftwerk solle den Menschen helfen, den nahenden Winter besser zu überstehen.

Lage in der Ukraine

Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur hatten die Versorgungslage im letzten Winter stark zugespitzt. Immer wieder fielen Strom, Wärme und Wasser aus, bei bis zu minus 30 Grad. Das Kraftwerk aus Bayern soll die schwer geschädigte zivile Infrastruktur stärken.

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Bayern und die Ukraine pflegen nach Angaben der Mitteilung seit über 30 Jahren eine enge, von Vertrauen geprägte Partnerschaft. Der Freistaat hat der Ukraine seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs Hilfen von insgesamt zehn Millionen Euro bereitgestellt und knapp 200.000 Geflüchtete aufgenommen.

Dank und Hersteller

Knoll dankte allen, die die Lieferung vor dem Winter möglich gemacht haben. Besonders hob er die technische Beratung durch Professor Markus Brautsch hervor, der an der OTH Amberg-Weiden tätig ist. Ebenso dankte er der Firma KW Energie mit den Geschäftsführern Andreas Weigel, Andreas Bodensteiner und Johannes Beyer. Zehn Blockheizkraftwerke hat der Betrieb zuvor schon in die Ukraine geliefert.

KW Energie entwickelt und fertigt seit 1995 in Freystadt dezentrale, hocheffiziente Energielösungen. Dort sind mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Angebot umfasst Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher, Wärmepumpen und digitale Lösungen für eine zuverlässige Energieversorgung.

Eigene Einschätzung

Ein Kraftwerk dieser Größe ist konkrete Hilfe, die sich anfassen lässt, und dass ein Betrieb aus der Region sie liefert, ist für Freystadt bemerkenswert. Offen lässt die Mitteilung, wo genau im Oblast Kyjiw die Anlage steht, wen sie versorgt und wann sie läuft. Gerade bei einer Lieferung, die für den Winter gedacht ist, wären diese Angaben für Leser aufschlussreich.

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