In Neutraubling sind am Mittwochvormittag, 21.10.2026, zwei Splitterbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Das teilte die Stadt Neutraubling mit. Zuvor hatte die Stadt die Maßnahme angekündigt und die Anwohner informiert.
Gefunden wurden die beiden Bomben am Dienstag, 20.10.2026, während einer Baustellen-Sondierung An der Pirkacher Breite. Die Entschärfung übernahm vormittags eine Spezialfirma. Dafür richtete die Stadt einen Sperrradius von 200 Metern ein.
Einzelne Anwohner mussten deshalb kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen. Betroffen waren Anwohner folgender Straßen: An der Pirkacher Breite, Hessostraße, Mangoldinger Straße, An den Klostergründen und Puricellistraße. Einsatzkräfte informierten die Betroffenen im Laufe des Morgens persönlich.
Innerhalb des Sperrradius wurden Verkehrssperren eingerichtet. Vereinzelt waren Behinderungen rund um diese Straßen und in der Traunreuter Straße möglich. Für die Dauer der Evakuierung gab es für die Betroffenen eine Betreuungsstelle im Hotel 7 Continents. Die Stadt kündigte an, nach Ende der Maßnahmen umgehend zu informieren.
Auf einen Blick
- Fund: Dienstag, 20.10.2026, An der Pirkacher Breite
- Entschärfung: Mittwoch, 21.10.2026, vormittags, ausgeführt von einer Spezialfirma
- Sperrradius: 200 Meter
- Betroffene Straßen: An der Pirkacher Breite, Hessostraße, Mangoldinger Straße, An den Klostergründen, Puricellistraße
- Verkehrsbehinderungen: rund um diese Straßen und in der Traunreuter Straße
- Betreuungsstelle: Hotel 7 Continents, An der Kreuzbreite 38
Hintergrund
Wer Kampfmittel findet, soll sie nach Angaben des bayerischen Innenministeriums nicht anfassen. Funde sind in der vorgefundenen Lage liegen zu lassen, und die Polizei ist sofort zu verständigen. Sie leitet die nötigen Maßnahmen ein, um die Gefahr zu bannen.
Bei Bauvorhaben liegt die Verantwortung bei den Bauherren. Nach Angaben des Innenministeriums haben sie vor Arbeiten im Erdreich jedem Hinweis auf Munition oder Bomben nachzugehen und bei Bedarf Spezialfirmen hinzuzuziehen. Für die Beseitigung konkreter Gefahren, die vom eigenen Grundstück ausgehen, sind grundsätzlich die Grundstückseigentümer verantwortlich.
Der Freistaat Bayern kommt für die Kosten auf, wenn der Kampfmittelbeseitigungsdienst gefundene Weltkriegsmunition beseitigt und entsorgt. Wenn eine konkrete Gefahr droht, liegt die Zuständigkeit bei der Polizei oder bei den Gemeinden in ihrer Rolle als örtliche Sicherheitsbehörden.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung nennt Straßen, Sperrradius und Anlaufstelle klar, sodass Anwohner wussten, woran sie waren. Offen bleibt, wie lange die Evakuierung tatsächlich dauerte und wie viele Menschen betroffen waren. Wer selbst auf Verdächtiges stößt, sollte die Finger davon lassen und die Polizei rufen.













