München – Die Bayerische Staatsregierung setzt ihre Unterstützung des Projekts „JobNavigator“ in Coburg fort. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf sagt der Volkshochschule Coburg Stadt und Land gGmbH eine Förderung über 131.259 Euro für ein weiteres Jahr zu. Die Mittel stammen aus dem Bayerischen Arbeitsmarktfonds (AMF). Er unterstützt Vorhaben, die Menschen helfen, die bei der Arbeitssuche vor besonderen Hürden stehen.
Ministerin Scharf betont: „Der Arbeitsmarkt steht aufgrund der demografischen Entwicklung vor Herausforderungen. In Bayern fehlen aktuell rund 140.000 Arbeitskräfte. Studien zufolge wird diese Lücke bis zum Jahr 2035 voraussichtlich auf etwa 290.000 Personen anwachsen. In Bayern brauchen wir jedes Talent. Alle Menschen in Bayern haben faire Chancen auf Teilhabe und beruflichen Erfolg verdient. Deshalb fördern wir mit dem AMF Projekte für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt besondere Unterstützung brauchen. Davon profitieren Arbeitnehmer wie Betriebe.“
Das Projekt „JobNavigator“ wird in der Stadt und im Landkreis Coburg angeboten. Zielgruppe sind marktbenachteiligte Arbeitssuchende, darunter Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, Frauen, Ältere und gesundheitlich Beeinträchtigte. Das Ziel des „JobNavigators“ ist die ganzheitliche Unterstützung und Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Dies geschieht durch individuelle Beratung, Vermittlung in Praktika, berufsbezogene Sprachförderung, Stärkung digitaler Kompetenzen und Netzwerkarbeit mit Unternehmen.
Aus dem Arbeitsmarktfonds werden innovative und zielgerichtete Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung unterstützt, die nicht im Rahmen der bestehenden Arbeitsmarktinstrumente durchgeführt werden können. Die Projekte wurden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, der Kammern, der Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit und der Staatsregierung, ausgewählt.



