Winkelhaid (Winkelhaid)
Symbolbild: Nürnberger Land (Winkelhaid) · Foto: Derzno, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Neuhaus an der Pegnitz – Ein flächendeckender Stromausfall war das Szenario einer Katastrophenschutzübung im Landkreis Nürnberger Land, bei der die Feuerwehren des Marktes Neuhaus a.d.Pegnitz eine wichtige Rolle übernahmen. Das teilte der Markt Neuhaus an der Pegnitz mit. Geprüft wurde, wie Behörden, Hilfsorganisationen und Einsatzkräfte in einer solchen Lage zusammenarbeiten.

Die Übung fand landkreisweit statt. Die Beteiligten wollten ihre Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen erproben und weiter verbessern.

Leuchtturm für das obere Pegnitztal

Einen sogenannten Leuchtturm errichtete die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus a.d.Pegnitz. Er sollte Bürgern als zentrale Anlaufstelle dienen und zugleich Einsätze im gesamten oberen Pegnitztal koordinieren. Dort gingen die Meldungen ein, Einsatzaufträge wurden verteilt, und die Kommunikation zwischen den beteiligten Kräften lief über diese Stelle.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Parallel dazu bauten die Feuerwehren aus Höfen, Krottensee und Mosenberg das Versorgungszentrum der Gemeinde auf. Dort übten sie die Versorgung der Bevölkerung in einer möglichen Krise. Im Ernstfall soll das Zentrum als Anlaufstelle dienen und wichtige Unterstützungsleistungen am Laufen halten.

Mitarbeiter des Landratsamts spielen Hilfesuchende

Damit die Übung möglichst echt wirkte, übernahmen Mitarbeitende des Landratsamtes Nürnberger Land die Rolle von Bürgerinnen und Bürgern in unterschiedlichen Notlagen. Zusammen mit dem Rettungsdienst arbeiteten die Einsatzkräfte die angenommenen Lagen ab. Dabei kam es darauf an, Hilfegesuche geordnet aufzunehmen, Notfälle nach Dringlichkeit einzustufen und alle beteiligten Organisationen eng aufeinander abzustimmen.

Landrat Armin Kroder verschaffte sich vor Ort selbst einen Eindruck und ließ sich erläutern, welche Maßnahmen vorbereitet waren und wie die Einsatzkräfte die Lage bewältigten. Er würdigte das große Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte und die gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen.

Auswertung folgt

Nach Angaben des Marktes zeigte die Übung, wie wichtig die Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen ist. Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Verantwortliche in Neuhaus seien sich ihrer Verantwortung bewusst und könnten im Ernstfall auf funktionierende Zusammenarbeit vertrauen.

Bürgermeister Florian Kastner bedankte sich bei allen Einsatzkräften, bei den Beschäftigten des Landratsamtes, beim Rettungsdienst und bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern. Sie hätten sich freiwillig und in ihrer freien Zeit für den Schutz der Menschen vor Ort eingesetzt. Die Erkenntnisse aus der Übung werden nun ausgewertet. Sie sollen dazu beitragen, dass der Katastrophenschutz in Neuhaus und im ganzen Nürnberger Land künftig noch besser aufgestellt ist.

Eigene Einschätzung

Dass ein Stromausfall im Detail durchgespielt wird, nützt am Ende jedem Haushalt, denn Anlaufstellen und Meldewege sollten vor der Krise bekannt sein. Die Mitteilung verrät allerdings nicht, welche Schwächen die Übung zutage gefördert hat. Interessant wäre, ob die Auswertung später öffentlich gemacht wird und was Bürger selbst vorbereiten können.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen