Glashütten Luftbild- -RM-173456 (Glashütten)
Symbolbild: Bayreuth (Glashütten) · Foto: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Mistelgau – In Mistelgau steht seit Sonntag, 1. November 2026, ein zusätzlicher Rettungswagen bereit. Die Notfallversorgung südwestlich von Bayreuth soll durch den neuen Rettungsdienst-Abrufplatz besser werden. Er ist jeden Tag von 8 bis 20 Uhr besetzt. Das teilte der BRK-Kreisverband Bayreuth mit.

Offiziell heißt der Abrufplatz „Bayreuth Südwest“. Er soll Lücken in der Versorgung rund um Mistelgau, Glashütten, Gesees, Eckersdorf und Muthmannsreuth schließen. Eine Rettungswache ist umfassender ausgestattet als ein Abrufplatz, der ohne die komplette Ausstattung auskommt. In Mistelgau greift der Rettungsdienst auf Räume der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft zurück. Im Stützpunkt arbeiten damit jetzt auch hauptamtliche Rettungsdienstkräfte neben den Ehrenamtlichen. Ein Neubau war nicht nötig. Von der Planung bis zum Betriebsstart vergingen nur fünfeinhalb Monate.

Den Anstoß gab das TRUST-IV-Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM). Es machte Handlungsbedarf bei der Versorgung durch den Rettungsdienst in der Region und bei der sogenannten Hilfsfrist deutlich. Der zusätzliche Standort soll helfen, diese Vorgabe verlässlicher einzuhalten. Die Dienstzeit deckt nach Angaben des BRK die Tagesstunden mit dem höheren Einsatzaufkommen ab.

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Kreisgeschäftsführer Markus Ruckdeschel sagte bei der Vorstellung, man müsse bei der Weiterentwicklung des Rettungsdienstes das ganze Versorgungsgebiet im Blick haben. Kräfte und Fahrzeuge sollten so verteilt werden, dass die Menschen bestmöglich versorgt sind. Maßgeblich seien etwa die realen Fahrzeiten und wie gut die umliegenden Orte erreichbar sind. Er dankte außerdem allen, die schon vor Jahren dazu beigetragen hatten, das Gebäude für das BRK zu sichern.

Die Bereitschaft Mistelgau schuf im Gebäude Platz für die Besatzung, unterstützt von der Rettungsdienstleitung und der Haustechnik des Kreisverbandes. Die Gemeinde Mistelgau trug ebenfalls zur Unterkunft bei.

Landrat Florian Wiedemann sieht im Abrufplatz einen wichtigen Teil der Gesundheitsversorgung, der auch kleineren Ortschaften zugutekommen soll. Bürgermeister Karl Lappe hob die verkehrsgünstige Lage hervor und den Wert kurzer Wege bei Notfällen. Die AOK-Direktorin für Bayreuth-Kulmbach, Melanie Heinlein-Lodes, sagte, der Standort könne auch die umliegenden Rettungswachen entlasten. Kreisbrandrat Hermann Schreck und Daniel Müller, Wachleiter des Malteser-Rettungsdienstes Waischenfeld, bekräftigten die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Für die Mitarbeitenden gab es von Notfallseelsorger Günter Daum einen Segen.

Die ehrenamtlichen Helfer vor Ort der BRK-Bereitschaft Mistelgau bleiben eine wichtige Ergänzung, besonders nach 20 Uhr und wenn der Rettungswagen schon im Einsatz ist. Bereitschaftsleiter Benjamin Lindner dankte allen, die Umbau und Betriebsstart ermöglicht haben. Schon am ersten Betriebstag war die Besatzung gefragt: Um 15:35 Uhr fuhr sie nach Mistelbach, um die Feuerwehr bei einem Brandeinsatz abzusichern.

Auf einen Blick

  • Start: Sonntag, 1. November 2026
  • Besetzt ist der Standort jeden Tag zwischen 8 und 20 Uhr.
  • Standort: Rettungsdienst-Abrufplatz „Bayreuth Südwest“ in Mistelgau

Hintergrund

Das Bayerische Rote Kreuz ist laut Website des Kreisverbandes Bayreuth Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband zugleich. Der Kreisverband ist nach eigenen Angaben auch Durchführender des Rettungsdienstes und bildet die Organisationsstruktur für die ehrenamtlichen Gemeinschaften in Stadt und Landkreis Bayreuth.

Der BRK-Rettungsdienst stellt nach eigenen Angaben Notfallrettung und Krankentransport in Stadt und Landkreis Bayreuth sicher. Rettungswachen und Stellplätze unterhält er in Bad Berneck, Bayreuth, Fichtelberg, Gefrees (Streitau), Hollfeld und Pegnitz.

Eigene Einschätzung

Für die Region zählt vor allem, ob die Hilfsfrist durch den neuen Standort verlässlicher eingehalten wird. Offen bleibt in der Mitteilung, wie die Versorgung abends und nachts geregelt ist, abgesehen vom Hinweis auf die ehrenamtlichen Helfer vor Ort. Positiv ist, dass vorhandene Räume genutzt werden.

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