Miltenberg – Bevor die Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren der Reihe nach ans Mikrofon traten, stellte der Moderator die Slammerinnen kurz vor. Ob Herbst, Vorurteile, Beziehungen, Blumen oder das angespannte Verhältnis zur eigenen Mutter – die Vielfalt der Themen, die die Frauen in Worte fassten, war groß und so wurde jeder Vortrag mit langem Applaus belohnt.
Passend zum jeweiligen Thema spielte Adrian Dederer am Saxofon Songs wie „Just The Two Of Us“ (Bill Withers) und „Hello“ (Adele). Nach jedem Vortrag verteilte das Publikum Punkte bis zur Höchstwertung von zehn Punkten. Linduschka strich die geringste und höchste Wertung, addierte die Zahlen und kam so für jeden Vortrag zu einer
Gesamtsumme. Am Ende der Vorrunde hatten sich Adelheid Stauder (45 Punkte) und Sarah Hock (44 Punkte), die kurzfristig für eine verhinderte Slammerin eingesprungen war, durchgesetzt. Karina Bleam (39 Punkte) sowie Franzi Deckelmann und Pelaja Aucello (beide 37 Punkte) folgten auf den weiteren Plätzen.
Auch das Finale zwischen Sarah Hock und Adelheid Stauder bot höchste Qualität, wie Moderator Linduschka lobte. Angesichts der an diesem Nachmittag erbrachten Leistungen hatte er große Hoffnung, dass der Landkreis Miltenberg künftig eine glänzende Rolle in der Poetry-Slam-Szene spielen werde. Ob nachdenklich, melancholisch oder wütend – wie Sarah Hock im Finale über „brennende Frauen in der ganzen Welt“ – zeigte die Breite der Themen, wie viel Kreativität in den jungen Frauen steckt. Für alle Teilnehmerinnen und Adrian Dederer gab es am Ende ein großes Plakat der Veranstaltung mit der Unterschrift von Landrat Björn Bartels und Buchgutscheine. Die beiden Erstplatzierten freuten sich über Präsentkörbe, gefüllt mit Fair-Trade-Produkten.










