Schiller-Gymnasium Hof
Symbolbild: Hof · Foto: PantheraLeo1359531, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Hof – Der Jury-Kurzfilmpreis der Stadt Hof geht in diesem Jahr an Christoph Schwarz. Sein Film „All Buildings Are Beautiful“ überzeugte die Jury, wie die Stadt Hof mitteilte. Verliehen wurde der Preis am Freitag, 23. Oktober 2026, in der Bürgergesellschaft, im Rahmen der Filmtagewoche, die von mehreren Preisverleihungen begleitet wird.

Der Preis ist mit 2.500 € dotiert. Eine dreiköpfige Jury hatte den Gewinner aus den Einreichungen deutscher, österreichischer und Schweizer Produktionen ausgewählt.

Der Film stellt Fragen: Wie entstehen und bleiben Orte erhalten, an denen sich Menschen begegnen? Wie gehen wir mit Veränderung um? In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

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Die Jury lobt vor allem die Gestaltung von Bild, Ton und Musik. Regisseur Schwarz habe etwas zum Leben erweckt, von dem man Lebendigkeit nicht unbedingt erwarte. Zunächst wirke der Film wie die Beobachtung eines Gebäudes, doch je länger man zuschaue, desto stärker werde der Eindruck, dass sich in Architektur sehr viel Leben ansammeln kann. Eine in die Jahre gekommene Universität werde zur Hauptfigur, mit der man mitfühlt. Auch wenn fast keine Menschen auftreten, nehme die Jury den Film als zutiefst menschlich und, fein dosiert, auch humorvoll wahr.

Eine lobende Erwähnung erhielt „Die Nase – Ein Fall aus dem Nichts“ von Nik Azad. Der Film habe die Juroren berührt und mit seiner unkonventionellen Erzählweise sehr beeindruckt.

Oberbürgermeister Stefan Schmalfuß sagte: „Heute laufen kaum noch Kurzfilme im Kino. Früher waren Kurzfilme vor Langfilmvorstellungen die Regel. Kurzfilme stehen am Beginn von Filmkarrieren. Wir bieten jungen Filmschaffenden mit dem Kurzfilmpreis eine Bühne, auf der sie sich zeigen und entwickeln können“, so Schmalfuß.

Jury- und Publikumspreis, dazu ein Porzellanobjekt

Neben dem Jury-Preis vergibt die Stadt einen Publikums-Kurzfilmpreis. Hier stimmen die Besucherinnen und Besucher im Kino und beim Streaming-Festival digital ab. Auch dieser Preis ist mit 2.500 € dotiert. Zum Geld kommen eine Urkunde und ein eigens entworfenes Porzellanobjekt der Porzellangestalterin Marlene Kretschmar hinzu. Es ist in Lithophanie gearbeitet, einer durchscheinenden Reliefgestaltung, und spielt mit dem Wort „kurz“ in verschiedenen Sprachen.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern des Jury-Preises zählen Masha Mollenhauer (2025), Emma Bading (2024) mit einer lobenden Erwähnung für Sina Guntermann, Can Tanyol sowie Anna-Sophia Richard (2023), außerdem Elisabeth Kratzer (2022) und Marlena Molitor (2021).

Auf einen Blick

  • Verleihung: Freitag, 23. Oktober 2026, Bürgergesellschaft
  • Preisgeld: 2.500 €
  • Preisträger: Christoph Schwarz mit „All Buildings Are Beautiful“
  • Lobende Erwähnung: „Die Nase – Ein Fall aus dem Nichts“ von Nik Azad

Hintergrund

Die Stadt Hof vergab 2021 erstmals zwei Kurzfilmpreise. Die Auszeichnung für den Kurzfilm begründete Oberbürgermeisterin Eva Döhla damals damit, dass die kleinen Filme oft unterschätzt würden, weil sie zwar auf Festivals, aber selten im normalen Kinoprogramm oder im Fernsehen gezeigt werden.

Der Künstlerische Leiter der Filmtage, Thorsten Schaumann, sagte seinerzeit, häufig sei der Kurzfilm die erste Handschrift filmischer Talente.

Wie die Stadt auf ihrer Website schreibt, besteht die Jury aus drei Mitgliedern. Wer beim Publikumspreis mitentscheiden möchte, darf alle Kurzfilme bewerten, sei es vor Ort im Kino oder digital über das Streaming-Festival.

Eigene Einschätzung

Der Preis setzt an einer echten Lücke an: Kurzfilme finden außerhalb von Festivals kaum Publikum, und eine Bühne mit Geld und Aufmerksamkeit hilft Nachwuchs. Offen bleibt, wie viele Zuschauer der Publikumspreis tatsächlich erreicht. Die Mitteilung nennt zum Verfahren der Abstimmung nichts Genaueres.

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