Birken Weiherweg 2 Der Hitzesommer 2026 hat der Birkenallee am Weiherweg schwer zugesetzt - sechs der Bäume müssen demnächst gefällt werden. Foto: Klaus Porta
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Hersbruck – Am Weiherweg und an der Boccia-Bahn müssen die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in den nächsten Tagen sechs Birken fällen – deutlicher Beleg dafür, dass der Klimawandel und vor allem der Hitzesommer 2026 den Bäumen auch in unserer Region schwer zugesetzt haben.

„Der Grundwasserstand ist inzwischen so niedrig, dass die Birken dort ihre Baumkronen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen können“, erklären Marcus Detzer und Jürgen Ziegler, die Baumexperten des Bauhofs. Als zweiter Negativ-Faktor kam in diesem außergewöhnlich heißen Sommer die intensivere UV-Strahlung dazu, die das Blätterdach schädigte, ähnlich einem Sonnenbrand. Trockenheit gilt als einer der größten Stressfaktoren für Bäume – vor allem für Birken, die feuchte Standorte lieben und viel Wasser brauchen. Vielerorts trugen sie schon Anfang September kaum mehr ein Blatt – wie sonst nur im Winter.

Zwar sterben ausgewachsene Exemplare nur selten direkt an Trockenheit, ihre Vitalität leidet aber erheblich. Mangelt es Bäumen an Wasser, fällt der Druck ab, mit dem sie Wasser von ihren Wurzeln in die Baumkrone transportieren. „Das kann dann dazu führen, dass der Baum selbst bei Regen die sogenannten Kapillaren nicht mehr öffnet“. Die Folge: das Laub wird fahl, die Blätter hängen schlapp herunter. Im Extremfall könnten Äste abbrechen. Gerade entlang von Straßen und Wegen ist das eine Gefahr für Spaziergänger und Autofahrer.

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Zum großen Bedauern der Stadtgärtner betrifft das nicht nur die sechs akuten Fälle, vielen Birken im Stadtgebiet „geht es ganz, ganz schlecht“, sagen sie. Wo immer sie kranke Bäume entdecken, schneiden sie zunächst das Totholz weg und beobachten, wie sich die „Patienten“ entwickeln. Weitere Fällungen in den nächsten Monaten und Jahren sind dennoch zu befürchten.

Anders sieht es beispielsweise bei Platanen aus – bei ihnen haben die Baumfachleute der Stadt bei ihren regelmäßigen Rundgängen mit einer Fachfirma für Baumkontrolle keine Probleme festgestellt. Ebenso wenig wie bei den als Ersatzpflanzungen genutzten Klimabäumen wie dem französischen Ahorn (Acer monspessulanum), die mit der Trockenheit sehr gut umgehen können.

Probleme anderer Art bereiten den Baumfachleuten der Stadt zudem Schädlinge wie Pilze, die sich in den vergangenen Jahren vermehrt ausbreiten. Aktuell sind davon beispielweise die beiden Kopfweiden am Michael-Roiger-Weg kurz hinter dem Wasserspielplatz betroffen.

Oder auch die Eschen rund um Hersbruck, denen ein aus Ostasien eingeschleppter Schlauchpilz (das bekannte „Eschentriebsterben“) massiv zusetzt. 2025 mussten deshalb bei Großviehberg schon etliche erkrankte Bäume gefällt werden, um die Wanderer auf dem Kalorienweg vor herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen zu schützen. Und auch am Lindlberg sind laut den Stadtgärtnern fast alle dort stehenden Eschen von dem Schädling befallen.

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