Wasserschloss-Villa-Concordia
Symbolbild: Bamberg · Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Bamberg. 17 ehrenamtlich aktive Gruppen wurden von Erzbischof Herwig Gössl im Rahmen einer Feierstunde im Bistumshaus St. Otto in Bamberg ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von der Stiftung für das Ehrenamt vorbereitet.

Bamberg. Sie organisieren Zeltlager, unterstützen ältere Menschen oder gestalten Gottesdienste: 17 ehrenamtlich aktive Gruppen wurden von Erzbischof Herwig Gössl im Rahmen einer Feierstunde im Bistumshaus St. Otto in Bamberg ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von der Stiftung für das Ehrenamt vorbereitet. Deren Geschäftsführerin Juliana Sitzmann betonte, wie wertvoll das Engagement der Ehrenamtlichen sei. Deshalb brauche es Veranstaltungen wie diese, bei denen ihr Einsatz im Mittelpunkt stehe.

Jedes Jahr werden stellvertretend für alle ehrenamtlichen Initiativen einige Gruppen ausgewählt. Diese Auswahl sei aber nicht im Sinne einer Skala oder eines Wettbewerbs zu sehen, wie Sitzmann unterstrich. Vielmehr solle sie zeigen, in welchen verschiedenen Bereichen Ehrenamt präsent ist. Die 17 Gruppen waren deshalb einer der vier Kategorien „Senioren“, „Liturgie und Kirchenraum“, „Begegnung, Gemeinschaft und Soziales“ und „Kinder und Jugend“ zugeordnet, die jeweils von einem Mitglied des Stiftungsrats vorgestellt wurden.

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Jede Gruppe bekam von Erzbischof Gössl eine Dankesurkunde überreicht. Der Erzbischof griff in seiner Ansprache das Jahresmotto des Erzbistums auf: „‚Du bewegst die Welt‘, das passt sehr gut zu Ihnen allen.“ Durch ihren Einsatz seien die Ehrenamtlichen für andere da und bewegten deren Welt.

Neben der Urkunde erhielten die Gruppen eine finanzielle Anerkennung. Das Geld ist nicht für die laufende ehrenamtliche Arbeit bestimmt, sondern soll den Mitgliedern ermöglichen, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Björn Scharf vom Stiftungsrat verwies auf die Bedeutung des Ehrenamts, das die Stiftung seit 25 Jahren fördert. „Sie sind nicht nur Helferinnen und Helfer, sondern auch Vorbilder“, sagte er zu den Geehrten. Sie alle seien „Teil einer lebendigen Kirche, die auch in Zukunft gut wirken kann“.

Barbara Großmann, Bildungsreferentin des NGL-Verbands im Erzbistum Bamberg, umrahmte mit musikalischen Einlagen zwischen den einzelnen Teilen der Veranstaltung den Abend.

Gruppen aus dem Bereich „Senioren“

Es wurden drei Gruppen ausgezeichnet, die sich dafür einsetzen, dass „ältere Menschen zusammenkommen können und Wertschätzung erfahren“, wie Anja Münzel es formulierte. Der Seniorenkreis der Pfarrei Heilig Dreikönig in Forchheim-Burk führt alle zwei Wochen einen Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen, Bastelangeboten, gemeinsamem Singen, Spielen und Vorträgen durch. Die Seniorenverantwortlichen der Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Schönbrunn und St. Vitus in Burgebrach erstellen ein abwechslungsreiches Jahresprogramm mit vielen Ausflügen und unterstützen bei Behördengängen oder Einkäufen. Der Sachausschuss Junggebliebene der Pfarrei Geburt Mariens in Hannberg, der in diesem Jahr sein 30. Jubiläum feiert, bereitet regelmäßig Gottesdienste mit anschließender Begegnung bei Kaffee, Kuchen und Häppchen vor, außerdem besuchen Mitglieder kranke Menschen zu Hause.

Gruppen aus dem Bereich „Liturgie und Kirchenraum“

Im Bereich „Liturgie und Kirchenraum“ wurden fünf Gruppen geehrt, die entweder „besondere Formen liturgischer Feiern vorbereiten oder sich um den äußeren Rahmen für die würdige Feier der Liturgie kümmern“, so die einleitenden Worte von Oskar Klinga. Die Frühschicht in der Pfarrei St. Peter und Paul in Zapfendorf ist ein generationenübergreifendes Angebot, bei dem im Advent und in der Fastenzeit geistlich-spirituelle Impulse mit Gebeten und Gesängen angeboten werden. Der Arbeitskreis Gruft- und Kirchenführer führt Besuchergruppen durch die Kirche und die Kohary-Gruft in der Pfarrei St. Augustin in Coburg. In Bamberg gibt es den diözesanen Arbeitskreis der Ministrantinnen und Ministranten (Mini-AK), der die Mini-Gruppen vor Ort unterstützt, qualifiziert und vernetzt sowie das Gemeinschaftsgefühl stärkt, indem er beispielsweise alle vier Jahre eine Romwallfahrt organisiert. Singfreudige Menschen jeden Alters können in Altenbanz und Banz in der dortigen Singgruppe aktiv sein, die durch Konzerte Spenden für Sternstunden und andere Hilfsprojekte sammelt. Die Kompetenzteams Erstkommunion- und Firmvorbereitung der Pfarrei St. Georg in Höchstadt a. d. Aisch begleiten in Zusammenarbeit mit Gemeindereferentin und Pfarrer Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu den beiden großen Festen.

Gruppen aus dem Bereich „Begegnung, Gemeinschaft und Soziales“

Wie Anja Münzel betonte, ist Kirche „mehr als nur das Gebäude und die Gottesdienste, sondern auch ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft“. Vier Gruppen, die diesen Aspekt vorbildhaft umsetzen, wurden herausgehoben. Die Vorstandschaft des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) in der Pfarrei Bernhard Lichtenberg in Hof setzt sich für die Veränderung der Rolle der Frauen in Kirche und Gesellschaft ein und kooperiert auch mit dem örtlichen Caritas-Altenheim. Ebenfalls in Hof wird von einem ehrenamtlichen Team der Caritas Store Second Chance betrieben, in dem mit gespendeter Ware eine würdevolle Einkaufsatmosphäre geschaffen wird und wo auch von Altersarmut betroffene Menschen herzlich willkommen sind. Das Team des Joseflädchens für Menschen aus Stadt und Landkreis Bamberg versucht, die Lebensmittelpreise für Menschen mit nicht ausreichendem Einkommen niedrig zu halten. Fünf ehrenamtliche Personen in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kronach bereiten einmal pro Monat nach einem Gottesdienst am Freitagvormittag ein Kirchenkaffee im barrierefreien Pfarrzentrum vor.

Gruppen aus dem Bereich „Kinder und Jugend“

Die fünf ausgezeichneten Gruppen aus dem Bereich „Kinder und Jugend“ orientieren sich nach den Worten von Sonja Salzhuber an den Anliegen und Bedürfnissen junger Menschen und setzen damit auch Ziele des neuen kirchlichen Jugendplans um. In Rothenkirchen kommen seit vielen Jahren regelmäßig 40 bis 50 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zur Kinderkirche, wo ihnen das jeweilige Sonntagsevangelium kreativ nähergebracht wird. Die Katholische Jugend in Schnaittach bietet jedes Jahr im Sommer ein Zeltlager, regelmäßige Gruppenstunden und besondere Aktionen wie ein Fußballturnier an. Außerdem sind viele Jugendliche auch in anderen Gremien der Pfarrei aktiv. In Veitsbronn gibt es ebenfalls ein Zeltlager, das von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) vorbereitet wird, und außerdem eine Herbstfreizeit. Die Leiterrunde der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in St. Josef in Bamberg unterstützt und begleitet Kinder und Jugendliche und organisierte beispielsweise schon ein Auslandslager in Ungarn zum 50. Jubiläum der DPSG. Die Katholische Landjugendbewegung in Litzendorf bietet Kindern und Jugendlichen durch Angebote wie Zeltlager oder Kindertage Spaß, Abwechslung und Erlebnisse, an die sich alle gerne zurückerinnern.

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