Schloss Sommersdorf (Burgoberbach)
Symbolbild: Ansbach (Burgoberbach) · Foto: Tilman2007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Ehingen – Ab dem 1. November ist in Ehingen ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) stationiert, täglich von 8 bis 20 Uhr. Das teilte das Landratsamt Ansbach mit. Es ist der erste Rettungsdienst-Abrufplatz im Landkreis Ansbach. Das BRK erweitert damit seine rettungsdienstliche Vorhaltung.

Der Abrufplatz ist an die Rettungswache Bechhofen angebunden, die sein Stammstandort ist. Dort beginnt die Besatzung ihren Dienst, prüft das Fahrzeug und fährt danach nach Ehingen. Am Ende des Dienstes kehrt das Team nach Bechhofen zurück. Die neue Variante soll den Ausbau der Strukturen deutlich wirtschaftlicher machen. Bisher mussten die Betreiber laut Mitteilung immer in Rettungswachen und Rettungsstellplätze investieren, was hohe Summen kostete.

Pausenraum im Ortszentrum

Im Zentrum von Ehingen entsteht derzeit in Modulbauweise ein Pausenraum mit Teeküche und Sanitärräumen, etwa 30 m² groß. Weil in Bechhofen alle Strukturen einer Rettungswache vorhanden sind und im Bedarfsfall genutzt werden, kann der Bau in Ehingen auf das Nötige beschränkt bleiben. Das BRK will dem Personal trotzdem moderne Räume bieten, in denen die Besatzung die Einsatzpausen angenehm verbringen kann. Der Bezug ist für Dezember 2026 geplant. Bis dahin arbeitet der Dienst von einem Mietobjekt in Ehingen aus. Nach Angaben der Mitteilung gibt es dadurch keine Verzögerung, der Betrieb sei uneingeschränkt gesichert.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Verbandsvorsitzender und Landrat Marco Meier sagte: „Der Rettungsdienst-Abrufplatz zeigt, dass wir die rettungsdienstliche Versorgung auch mit neuen, wirtschaftlicheren Konzepten weiterentwickeln können. Entscheidend ist, dass die Hilfe dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird.“ Christian Bernhard, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Ansbach, nannte den Abrufplatz eine pragmatische Lösung, die wirtschaftlicher und flexibler für künftige Anforderungen sei.

Hintergrund der Planung

Die Planung stützt sich auf eine Analyse des Instituts für Notfallmedizin zu Trends und Strukturen. Der zuständige Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung nutzt sie als Grundlage für nötige Anpassungen. Die Maßnahmen gehören zu einem Fünf-Jahres-Plan, mit dem die Vorhaltung in der Region schrittweise ausgebaut wird. Schon im Dezember des Vorjahres wurden die Vorhaltezeiten des Rettungswagens in Wolframs-Eschenbach verlängert und die Krankentransportressourcen aufgestockt.

Laut Gutachten soll der neue Standort die Versorgung vor allem im Bereich Bechhofen und Wassertrüdingen tagsüber verbessern. Besonders Zeiten mit erwartet hoher Auslastung sollen besser abgedeckt werden. Weitere Ausbauschritte sind in Vorbereitung.

Auf einen Blick

  • Start: 1. November
  • Einsatzzeit des Rettungswagens: täglich von 8 bis 20 Uhr
  • Stammstandort: Rettungswache Bechhofen
  • Pausenraum in Ehingen: Bezug laut Planung im Dezember 2026, bis dahin Mietobjekt

Eigene Einschätzung

Der Abrufplatz ist ein pragmatischer Ansatz: Ein Fahrzeug steht dort, wo tagsüber Bedarf erwartet wird, ohne dass eine eigene Wache gebaut werden muss. Die Mitteilung nennt aber nicht, wie sich das für die Anfahrt der Einsatzkräfte auswirkt. Ob der Standort wirkt, hängt davon ab, ob die tägliche Einsatzzeit den tatsächlichen Bedarf trifft.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen