Marktplatz Bayreuth
Symbolbild: Bayreuth · Foto: Michael Sander, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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München – Der neue Kirchenkreis Franken bekommt eine neue Spitze: Dekanin Dr. Claudia Häfner übernimmt das Amt der Regionalbischöfin, ihr Dienstsitz ist Ansbach. Das teilte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) mit. Die 53-Jährige wird den Kirchenkreis gemeinsam mit Regionalbischöfin Berthild Sachs aus Bayreuth leiten.

Zum 1. Januar 2027 wird der Kirchenkreis Franken aus den Kirchenkreisen Ansbach-Würzburg, Bayreuth und Nürnberg neu gebildet. Häfner folgt auf Gisela Bornowski (Ansbach) geht Ende des Jahres 2026 in den Ruhestand, und auf Elisabeth Hann von Weyhern (Nürnberg), die übernimmt bis Oktober 2029 andere Aufgaben. Wann Häfner ihren Dienst antritt, wird derzeit noch abgestimmt. Vorgesehen ist das erste Quartal 2027.

Werdegang

Aufgewachsen ist Häfner im oberfränkischen Mitwitz. Ihr Studium der Evangelischen Theologie führte sie nach Neuendettelsau, Erlangen, Buenos Aires und München. 2003 erfolgte ihre Ordination in der Passionskirche, nachdem sie zuvor das Vikariat in München absolviert hatte. Ein Wirtschaftsvikariat brachte ihr zusätzliche Erfahrung in Organisation, internationaler Kommunikation und selbstständiger Projektarbeit.

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Nach der Promotion arbeitete sie an der Münchner Dreieinigkeitskirche. Im Jahr 2014 ging sie an die Technische Universität München, wo sie Studierende und Hochschule betreute. Die Aufgabe als Dekanin an der Münchner Christuskirche übt sie seit September 2022 in Stellenteilung aus. Dort ist sie Fachdekanin für Bau und Immobilien, sitzt im Dekanatsausschuss und trägt Verantwortung für rund 40 hauptamtliche Mitarbeitende verschiedener Berufsgruppen. Sie ist außerdem systemische Beraterin und Supervisorin und in Organisationsentwicklung qualifiziert. Sie hat vier Kinder, ihr Mann ist Dekan Dr. Christoph Jahnel.

Profil und Ziele

Die ELKB beschreibt ihr Leitungsverständnis als Verbindung aus klarem geistlichem Profil, transparenter Kommunikation und konsequenter Beteiligung von Haupt- und Ehrenamtlichen. Für Häfner ist Kirche eine ökumenisch verbundene Gemeinschaft weltweit. Theologisch leitet sie der Gedanke, dass Gottes Liebe jedem Menschen gilt, Freiheit schenkt und Mut macht, Begabungen zu entfalten und Verantwortung zu tragen. Ihre Gottesdienste sind nach Angaben der ELKB beteiligungsorientiert und sprachlich sorgfältig; sie öffnet sie für verschiedene spirituelle Traditionen und soziale Milieus. Veränderungsprozesse sieht sie nicht als Selbstzweck, sondern als Chance, Räume für Glauben, Sinn und Zugehörigkeit zu öffnen.

In Franken will sie die regionale Vielfalt achten und behutsam fortentwickeln, mit Rücksicht auf unterschiedliche Geschwindigkeiten und örtliche Bedürfnisse. Sie strebt eine am Evangelium orientierte Kirche an, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt.

Die Vorsitzende des Berufungsausschusses und Synodalpräsidentin Tanja Keller sagte, mit Häfner gewinne der Kirchenkreis eine erfahrene, zugewandte und kommunikative Regionalbischöfin. Landesbischof Christian Kopp sagte, sie kenne das Leben auf dem Dorf ebenso wie in der Stadt und habe sich in ihrer Arbeit immer für Tradition und Innovation in der Kirche starkgemacht.

Auf einen Blick

  • Dienstsitz: Ansbach
  • Start des Kirchenkreises Franken: 1. Januar 2027
  • Dienstbeginn: erstes Quartal 2027, wird derzeit noch abgestimmt
  • Leitung gemeinsam mit Regionalbischöfin Berthild Sachs (Bayreuth)

Eigene Einschätzung

Mit der Berufung ist die Spitze des neuen Kirchenkreises fast komplett besetzt. Häfners Erfahrung mit Personalführung und Veränderungsprozessen passt zu einer Fusion dreier Kirchenkreise. Offen bleibt, wie sie die angekündigte Rücksicht auf örtliche Bedürfnisse konkret umsetzt und wie die Aufgaben mit Berthild Sachs verteilt werden. Dazu sagt die Mitteilung nichts.

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