Bamberg – Bei der letzten „Bamberg on tour“ in diesem Jahr ging es um Smart-City-Projekte der Stadt. Wie die Stadt Bamberg mitteilte, radelten rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am vergangenen Sonntag zu mehreren Stationen. Die Tour richtet sich an Bürgerinnen und Bürger und behandelt jeweils Themen der Stadtentwicklung. Das Smart-City-Team erläuterte unterwegs, welche digitalen Lösungen es für das Demenzzentrum, die BamBoards und den Baumbestand gibt.
Demenzzentrum im SancuraPark
Die erste Station war der Lagarde-Campus. Neben dem Gründungszentrum Lagarde1 entsteht dort der SancuraPark, in den das Demenzzentrum integriert ist. Das Interesse daran ist groß: Daniela Lulei von der Sozialstiftung Bamberg Altenhilfe gGmbH berichtete, dass rund 260 Besucherinnen und Besucher den Tag der offenen Tür Anfang Oktober nutzten.
Im Zentrum leben jeweils zehn Bewohnerinnen und Bewohner in familiären Wohnungen. Dachterrassen und Loggien bieten Freiräume. Die Betreuung soll dort ansetzen, wo sie gebraucht wird. Dazu dient das Projekt „WegGefährten“, das Smart City gemeinsam mit der Sozialstiftung entwickelt hat. Ein Sensor zeigt an, wo sich die Bewohner aufhalten. Jonas Behr von Smart City sagte, dass derzeit ein Kreis von Ehrenamtlichen aufgebaut werde. Verirrt sich ein Bewohner, sollen diese „WegGefährten“ helfen, ihn aufzuspüren und zurück ins Zentrum zu begleiten. Langfristig soll das System auch pflegende Angehörige unterstützen, die Menschen mit Demenz zu Hause betreuen.
BamBoard in der Gereuth
Die zweite Station war das BamBoard in der BasKIDhall in der Gereuth. Es wurde 2023 zusammen mit der Stadtbau Bamberg GmbH entwickelt. BamBoards und die Bamberg-App bündeln viele Informationen an einer Stelle. Behr nannte als Vorteile gegenüber kommerziellen Lösungen sichere und geschützte Daten, Informationen unterwegs auch für Menschen ohne Smartphone sowie einen barrierearmen Zugang dank flexibler Einstellungen. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden.
Drohnen im Stadtwald
Letzte Station war der Hain. Dort und im städtischen Forst im Süden Bambergs arbeitet das Projekt BaKIM. Drohnen filmen die Baumkronen, eine eigens trainierte Künstliche Intelligenz wertet die Aufnahmen aus. Jonas Troles von Smart City sagte, sie erkenne zuverlässig Trockenstress und Mistelbefall. So kann die Baumpflege gezielt dort eingreifen, wo es am dringendsten ist.
Eigene Einschätzung
Die vorgestellten Projekte haben einen konkreten Nutzen für den Alltag, besonders „WegGefährten“ mit dem Blick auf pflegende Angehörige. Offen bleibt, wie man sich als Ehrenamtlicher melden kann und wann das System im häuslichen Umfeld ankommt. Dazu schweigt die Mitteilung. Wer mitmachen möchte, muss bei der Stadt nachfragen.













