St Georg - Obertraubling (Obertraubling)
Symbolbild: Landkreis Regensburg (Obertraubling) · Foto: DALIBRI, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Beratzhausen – Mehr als 200 neue Obstbäume sind in den Gemeinden der ILE Jura-Tangrintel angekommen. Angesprochen von der Aktion „Streuobst für alle“ waren die Einwohner der neun Mitgliedskommunen Beratzhausen, Brunn, Deuerling, Duggendorf, Hemau, Holzheim am Forst, Kallmünz, Laaber und Painten. Das teilte der Markt Beratzhausen mit. Wer sich seit Juli beworben hatte, bekam einen Baum kostenlos. Ende Oktober konnten die Empfänger ihre Bäume bei herrlichem Herbstwetter abholen.

Die einzige Bedingung an die Teilnehmer: Sie müssen sich fünf Jahre bestmöglich um ihren Baum kümmern. Über 200 Menschen folgten dem Aufruf.

Nach Angaben der ILE geht es um mehr als das Verteilen von Bäumen. Sie will mit „Streuobst für alle“ vor allem einen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leisten. Möglich wurden die Bäume dank einer Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

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Die Aktion zeigt außerdem, was die Zusammenarbeit der neun Kommunen bewirken kann. Die Kooperation soll Kräfte und Ressourcen bündeln, Synergien nutzen und gemeinsame Projekte für die Region anstoßen. Anfangs würden viele Projekte allerdings verwaltungsintern angestoßen. Die Bürgermeister wollten, dass nun auch die Einwohner den direkten Nutzen spüren.

ILE-Umsetzungsbegleiterin Caroline Müller freut sich über den Anklang in der Bevölkerung. „Mit jedem gepflanzten Baum wächst dieses Gemeinschaftsprojekt nun ein Stück weiter“, sagte sie. Sobald die jungen Bäume in den nächsten Jahren Früchte hervorbringen, zeige sich die Zusammenarbeit der neun Kommunen auch in der Landschaft.

Hintergrund

Die neun Orte haben sich nach eigenen Angaben 2024 als ILE Jura-Tangrintel zusammengeschlossen. ILE bezeichnet laut der Website der ILE einen freiwilligen Zusammenschluss der Kommunen. Bei verschiedenen Aufgaben arbeiten die Gemeinden gemeinsam und bündeln ihr Wissen und Können.

Die Gemeinden arbeiten über Bezirksgrenzen hinweg zusammen, denn neben acht Kommunen aus der Oberpfalz ist mit dem niederbayerischen Markt Painten auch eine Gemeinde aus dem Nachbarbezirk beteiligt. Der Name geht auf die Lage im Jura bzw. Tangrintel zurück. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt nach Angaben der ILE auf der Zusammenarbeit der Verwaltungen und kommunalen Einrichtungen, etwa bei Bauhof, Bauamt und Kläranlagen.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz nahm die ILE Jura-Tangrintel offiziell in das Bayerische Programm der Integrierten Ländlichen Entwicklung auf, wie das Amt auf seiner Website mitteilt. Die Kommunen erarbeiteten mit einem Fachbüro ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept, das sechs Handlungsfelder enthält und als Leitfaden dient. Der Amtsleiter versprach, das Amt werde die neuen Gemeindeverbünde weiterhin finanziell und personell unterstützen.

Eigene Einschätzung

Ein Obstbaum vor der eigenen Haustür macht die Kooperation der Kommunen greifbarer als jedes Konzeptpapier. Die Pflegepflicht ist ein sinnvoller Ansatz, damit die Bäume nicht nur gepflanzt, sondern auch groß werden. Offen bleibt, wie die Pflege kontrolliert oder unterstützt wird.

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