Lohr am Main – Radfahrer können zwischen Lohr a.Main und Partenstein nun im Lohrtal fahren statt durch den Wald. Die Stadt Lohr a.Main teilte mit, dass der neue Radweg am 4. November 2026 offiziell eröffnet und für den Verkehr freigegeben wurde. Er ist rund 2,3 Kilometer lang und kostete rund 2,7 Millionen Euro. Gebaut wurde von Oktober 2025 bis Oktober 2026.
Von der Idee im Jahr 1996 bis zur Eröffnung
Schon 1996 gab es erste Überlegungen, die Radroute vom Wald ins Lohrtal zu verlegen. Die weitere Zusammenarbeit regelten die Stadt Lohr a.Main und das Staatliche Bauamt Würzburg im Dezember 2015 in einer Vereinbarung. Danach folgten umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren. Schwierig waren laut Stadt vor allem die Auflagen zu Hochwasserschutz, Natur- und Artenschutz.
Eine wesentliche Voraussetzung war außerdem der Grunderwerb. Betroffen waren 32 Grundstücke mit rund 29.000 Quadratmetern Fläche und 19 Eigentümerinnen und Eigentümer. Alle nötigen Flächen waren 2024 erworben. Im Juni 2024 lag die wasserrechtliche Plangenehmigung vor, im Februar 2025 begannen vorbereitende Arbeiten. Der offizielle Spatenstich fand am 22. Oktober 2025 statt.
Wer das Projekt getragen hat
Als Bauherren treten das Staatliche Bauamt Würzburg und die Stadt Lohr a.Main auf. An dem Vorhaben wirkten das Ingenieurbüro Kurt Balling GmbH, die Firma Stolz sowie das Büro Fleckenstein mit. Ermöglicht wurde das Vorhaben außerdem durch weitere Stellen, die Grundstückseigentümer und die Gemeinde Partenstein. Die Stadt bedankte sich bei allen Beteiligten für Unterstützung und Engagement.
Auf einen Blick
- Die Strecke misst rund 2,3 Kilometer.
- Gebaut wurde von Oktober 2025 bis Oktober 2026.
- Das Projekt kostete rund 2,7 Millionen Euro.
- Offizielle Eröffnung und Verkehrsfreigabe: 4. November 2026
- Projektseite der Stadt mit Meilensteinen, Beteiligten und Bildergalerie: www.lohr.de/radweg-lohr-partenstein
Eigene Einschätzung
Das Projekt zeigt, wie viel Geduld Radwegbau verlangen kann, wenn Hochwasserschutz, Artenschutz und viele Grundstückseigentümer zusammenkommen. Für Radfahrer zählt nun vor allem, dass die Verbindung im Tal nutzbar ist. Die Mitteilung nennt allerdings nicht, wie der Weg beschaffen ist und wie er an das bestehende Radnetz anschließt.













