Marktplatz Bayreuth
Symbolbild: Bayreuth · Foto: Michael Sander, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Bayreuth – Der Sozialpreis der Stadt Bayreuth geht in diesem Jahr an die LKG Stadtmission Bayreuth. „Der Preis ist eine Anerkennung für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich für die sozialen Belange in unserer Stadtgemeinschaft einsetzen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel. Die Stadt Bayreuth wird den Preis bei einer Feierstunde im Dezember an das Team der LKG Stadtmission und dessen Leiter Volker Sommerfeldt übergeben. Der Stadtrat hatte die Auszeichnung bereits vor der Sommerpause auf Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen sowie des Bayreuther Landtagsabgeordneten Tim Pargent (Bündnis 90/Die Grünen) beschlossen.

Die Stadtmission in der Sophienstraße 26, deren Träger die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) ist, unterstützt Menschen mit und ohne Behinderung, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Neben der Ausgabe von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs finden Hilfesuchende hier auch Unterstützung bei psychologischen und finanziellen Fragen. Sozialberaterinnen und Sozialberater helfen unter anderem bei Anträgen, der Schuldenberatung, oder unterstützen bei Umzügen. Ergänzend werden zinslose Kleinkredite angeboten, mit denen Menschen in akuten finanziellen Schwierigkeiten beispielsweise Mietrückstände ausgleichen können.

„Die Stadtmission ist ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft. Das Café basiert auf Spendenbasis, jeder zahlt hier so viel, wie er kann. Dadurch entsteht ein besonders niederschwelliges Angebot, das auch von Menschen mit geringem Einkommen genutzt werden kann“, sagt Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel.

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Ergänzt wird dieses Engagement durch weitere Initiativen, darunter kostenlose Haarschnitte, eine Fahrradwerkstatt, ein Car-Sharing-Angebot sowie niedrigschwellige medizinische Beratung vor Ort. Auch in akuten Krisensituationen, wie der Corona-Pandemie, hat sich die Stadtmission als verlässliche Hilfe für die Menschen in Bayreuth und Umgebung erwiesen. Zudem ist die Stadtmission eine der treibenden Kräfte hinter dem Weihnachtsmarkt im Gassenviertel, der das Quartier kulturell belebt und zugleich eine Plattform für soziale Initiativen bietet.

„Diese Beispiele stehen stellvertretend für das vielfältige soziale und kulturelle Engagement der Stadtmission Bayreuth. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel.

Der Sozialpreis der Stadt Bayreuth

Der Sozialpreis wird seit 1999 an Menschen und Institutionen verliehen, die vorbildlich sozial wirken und zum Beispiel in der Jugend-, Alten- oder Behindertenhilfe engagiert sind. Sowohl ehrenamtlich tätige Personen und Personengruppen, als auch Einrichtungen, Verbände und Vereine können ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, über seine Vergabe entscheidet der Stadtrat.

Die bisherigen Preisträger waren der Verein Hilfe für das behinderte Kind (1999), der Verein Horizonte (2006), die Avalon Notruf- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt (2008), der Besuchsdienst im Caritas-Altenheim St. Martin (2010), der Hospizverein Bayreuth (2012), der Verein „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ (2014), der Verein „Treff e.V.“ (2016), die Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen in Stadt und Landkreis Bayreuth (2018), die Faschingsgesellschaft Bayreuther Mohrenwäscher (2020), der Verein „Rote Katze“ (2022) und die Bayreuther Tafel (2024).

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