Bad Kissingen aus der Ferne
Symbolbild: Bad Kissingen · Foto: Agentakt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Bad Kissingen – Der Arbeitskreis Prävention im Landkreis Bad Kissingen besteht seit 35 Jahren. Das teilte das Landratsamt Bad Kissingen mit. Der Kreisjugendring gründete ihn 1991 als „Drogenarbeitskreis“, später wurde er umbenannt. Nach Angaben des Landratsamts gab es damit im Landkreis eines der ersten solchen Gremien in Unterfranken.

Der Arbeitskreis unterstützt seither Maßnahmen und Projekte der Präventionsarbeit. Sein Anliegen ist, dass Kinder und Jugendliche gesund groß werden. Dabei fließen sowohl Risiko- und Schutzfaktoren als auch die Gegebenheiten vor Ort in seine Arbeit ein. Er ist unabhängig und für alle Fachkräfte offen. Er will Veranstaltungen und Projekte fördern, organisieren und durchführen und engagiert sich außerdem in der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.

Jubiläumsfeier mit Gründungsmitglied

Bei einer kleinen Jubiläumsfeier begrüßte Geschäftsführerin Rabea Daniel auch Eva Matthies. Sie war 1991 Drogenkontaktlehrkraft und gehört zu den Gründungsmitgliedern. Ehemalige und aktive Mitglieder blickten gemeinsam auf die vergangenen 35 Jahre zurück, mit vielen Highlights und Erfolgen.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen

Rückblick auf die Arbeit

Schon 1992 gab es mit einer Theateraufführung zu „Illegale Drogen und andere Süchte“ für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis einen ersten Höhepunkt. Von 2004 bis 2020 lief an Schulen im ganzen Landkreis der „LUTSCH-Legal und trotzdem …“-Wettbewerb. Damit erreichte er mehr als 2.300 Schülerinnen und Schüler aus den 8. Klassen. Die Beiträge entstanden von Jugendlichen für Jugendliche, teilweise liefen sie als Werbespot in regionalen Kinos.

Im Jahr 2015 rückte das Thema „Legal Highs“ in den Blick, also künstlich hergestellte, psychoaktive Substanzen. Der Arbeitskreis reagierte sofort mit Informationsveranstaltungen, zu denen teilweise bis zu 300 Eltern kamen. Damals wurde laut Mitteilung deutlich, dass Drogen im Internet bestellt und direkt ins Haus geliefert werden, statt dass der Dealer seine Kundschaft im dunklen Hinterhof trifft.

Außerdem setzte der Arbeitskreis auf Plakat- und Postkartenaktionen und organisierte Workshops, Präventionsparcours und Vortragsangebote. Die Jugendsuchtberatung „SafeLane“, die 2024 an den Start ging, geht unter anderem auf seine Initiative zurück.

Eigene Einschätzung

Die Mitteilung zeigt, wie der Arbeitskreis seine Themen über Jahre an neue Entwicklungen angepasst hat, etwa mit den Informationsveranstaltungen zu Legal Highs. Offen bleibt, welche Projekte heute laufen und wie Eltern, Schulen oder Fachkräfte den Arbeitskreis erreichen. Dazu hätte man gern mehr erfahren.

Anzeige: Hier könnte Ihre Anzeige stehen