Oberhaid – Die Gemeinde Oberhaid ist auch in diesem Jahr beim Förderprogramm „Streuobst für alle!“ dabei. Das teilte die Gemeinde mit. Sie versteht ihre Teilnahme als Beitrag zum Bayerischen Streuobstpakt, der vorsieht, dass bis 2035 eine Million zusätzliche Streuobstbäume gepflanzt werden. Zugleich sollen die vorhandenen Streuobstwiesen erhalten bleiben.
Das Programm der Verwaltung für Ländliche Entwicklung unterstützt Kommunen, Vereine und Verbände bei der Beschaffung von Streuobstbäumen. In Oberhaid zeigt sich nach Angaben der Gemeinde schon eine Wirkung: Seit 2023 wurden im Gemeindegebiet rund 300 Obstbäume gepflanzt.
Das Interesse war laut Mitteilung auch dieses Jahr groß. Die Gemeinde bestellte insgesamt 100 Bäume, die an private Gärten und Flurbereiche gingen. Außerdem setzt sie immer wieder Obstbäume auf öffentlichen Grundstücken. Bäume mit gelben Bändern darf die Bevölkerung im Herbst abernten.
1. Bürgermeister Carsten Joneitis sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Aktion so großen Zuspruch in der Bevölkerung findet, und bedanke mich herzlich bei der Gemeindeverwaltung für die Organisation und Umsetzung“. Gabi Eulich ist die Ansprechpartnerin in der Verwaltung für das Förderprogramm.
Oberhaid will auch im kommenden Jahr mitmachen, dann zum fünften Mal in Folge. Die Gemeinde verweist darauf, dass Streuobstbäume Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, die Artenvielfalt fördern, den Boden schützen und einen stabilen Wasserhaushalt unterstützen. Zugleich bewahrten sie ein Stück kulturelles Erbe und lebendige Tradition.
Auf einen Blick
- Ansprechpartnerin in der Verwaltung für das Förderprogramm: Gabi Eulich
- Bäume mit gelben Bändern dürfen im Herbst abgeerntet werden
Hintergrund
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums fördert die Verwaltung für Ländliche Entwicklung mit dem Programm die Beschaffung von Streuobstbäumen für Kommunen, Vereine und Verbände. Privatpersonen können die Bäume unentgeltlich erhalten. Gefördert werden Ausgaben rechtsfähiger Vereine und Verbände sowie von Kommunen.
Laut Website des Ministeriums beträgt die Mindestanzahl pro Förderantrag 10 Bäume, der Kauf wird mit bis zu 45 Euro pro Baum bezuschusst. Förderfähig sind Kernobst (Apfel und Birne) und Steinobst (Pflaume und Kirsche).
Das Merkblatt des Ministeriums mit Stand März 2026 nennt eine wichtige Bedingung: Wer die Bäume schon bei der Baumschule bestellt, hat mit der Maßnahme bereits begonnen, und die betreffenden Bäume werden nicht gefördert. Ansprechpartner und Bewilligungsbehörde ist das örtlich zuständige Amt für Ländliche Entwicklung.
Der Bayerische Streuobstpakt hat laut Ministerium zum Ziel, die Bestände zu bewahren und bis 2035 eine Million zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Eigene Einschätzung
Die Mitteilung zeigt, dass Oberhaid das Programm fortsetzt und schon seit Jahren dabei ist. Offen bleibt, wie Interessierte in der Region an einen der Bäume kommen und ob es für das kommende Jahr wieder Bäume für Privatgärten gibt. Die Mitteilung nennt dafür nur Gabi Eulich als Ansprechpartnerin in der Verwaltung.












