Panorama Altstadt Coburg
Symbolbild: Coburg · Foto: Überfranke, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Coburg – Die HUK-COBURG finanziert auch künftig zwei wissenschaftliche Mitarbeitendenstellen an der Hochschule Coburg. Das teilte die Pressestelle der Hochschule Coburg mit. Eine der Stellen hat Hans Andersch inne. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitet er bei Prof. Dr. Christian Eckert an einem Promotionsvorhaben zur Bewertung gesundheitsbezogener KI-Anwendungen.

Andersch untersucht, wie sich der Nutzen solcher Anwendungen in Kranken- und Lebensversicherung in Zahlen fassen lässt. Es soll nicht nur darum gehen, mögliche Einsatzfelder für Künstliche Intelligenz zu finden, sondern auch zu zeigen, was diese Anwendungen tatsächlich bringen. Viele Unternehmen sehen laut Mitteilung Potenzial in KI. Offen sei aber, welche Anwendungen sich bewähren und welche Investitionen sich lohnen. „From AI Talk to AI Value: Measuring the Implementation and Value of Health-Related AI Adoption in Health and Life Insurance“ ist der Titel der Arbeit. Andersch ist Mitglied im Promotionszentrum Analytics4Health.

Die Hochschule kennt er aus dem eigenen Studium. Er war dualer Student der HUK-COBURG und schloss den Bachelor in Versicherungsmanagement ab. Danach studierte er im Master Betriebswirtschaft an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und schrieb seine Masterarbeit bei Eckert. Für besondere Leistungen wurde er mit der goldenen Medaille der Hochschule ausgezeichnet.

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Die Fortsetzung knüpft an frühere Projekte an. Die HUK-COBURG unterstützte die Forschungsarbeit von Eckert und ermöglichte so die Promotion von Dr. Tim Brasch, dessen Forschung zu Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft international ausgezeichnet wurde. Außerdem finanzierte das Unternehmen die Stelle von Regina Rumler. An der Hochschule begleitet sie die Aktivitäten rund um das Thema Versicherung, insbesondere das Forum V. Dort unterstützt sie Prof. Dr. Mirko Kraft, der Vorstandsmitglied von Forum V ist.

Forum V ist ein Netzwerk von Hochschulen, nordbayerischen Versicherern und weiteren Förderern. Es unterstützt den Nachwuchs und den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse stehen im Mittelpunkt der Diskussionen bei Veranstaltungen wie „Forum V-Trends“ und dem „Forum V-Versicherungsmathematischen Kolloquium“. Kraft und Eckert wirken dort als Moderatoren mit. Für die Hochschule verbindet die Unterstützung anwendungsorientierte Forschung, Nachwuchsförderung und engen Austausch mit Unternehmen der Region.

Hintergrund

Wie eine Promotion an der Hochschule Coburg abläuft, beschreibt die Hochschule auf ihrer Website. Die Promotion sei eine eigenständige wissenschaftliche Leistung und werde in der Regel von zwei Professorinnen oder Professoren fachlich betreut. Promovieren können Interessierte laut Hochschule in bestimmten forschungsstarken Bereichen, auch in Kooperation mit einer Uni.

Als einen Weg nennt die Hochschule das eigene Promotionszentrum Analytics4Health. Daneben gibt es das Promotionszentrum „Nachhaltige und Intelligente Systeme (NISys)“, das die Hochschule gemeinsam mit THWS und THAB betreibt.

Zur Finanzierung nennt die Hochschule einen Arbeitsplatz inner- oder außerhalb der Wissenschaft, ein Stipendium oder andere Möglichkeiten wie eine Kooperation mit einem Unternehmen. Begleitend gibt es ein Qualifizierungsprogramm mit Trainings, Seminaren, Vernetzung, Mentoring und Beratung. Bei Fragen können Interessierte einen Beratungstermin bei Dr. Renate Lucke, der Referentin Promotion, vereinbaren.

Zur Rolle der HUK-COBURG schrieb die Hochschule bei früherer Gelegenheit, das Unternehmen beteilige sich zur Hälfte an einer Stelle, die Eckerts Forschung unterstützt, mit der Gelegenheit zur Promotion. Großes Interesse habe der Versicherer laut Hochschule vor allem an Digitalisierung, Big Data, digitaler Transformation und Künstlicher Intelligenz.

Eigene Einschätzung

Dass die Frage nach dem messbaren Nutzen von KI im Mittelpunkt steht, ist der interessanteste Teil der Meldung. Ob die Arbeit am Ende konkrete Maßstäbe liefert, hängt von den Ergebnissen ab, die die Mitteilung noch nicht nennt. Zu klären bleibt auch, wie unabhängig Forschung ist, wenn ein Unternehmen sie mitfinanziert, dessen Branche sie untersucht.

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