Norbert Treuheit feierlich geehrt
Foto: Wolf Dieter Enser/Bezirk Mittelfranken
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Ansbach – Norbert Treuheit feierlich geehrt

WOLFRAMS-ESCHENBACH – Im Bürgersaal der Stadt Wolframs-Eschenbach verlieh Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster heute in festlichem Rahmen den Wolfram-von-Eschenbach-Preis sowie die drei mit der Auszeichnung einhergehenden Kulturförderpreise.

Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt in diesem Jahr der Verleger und Literaturwissenschaftler Norbert Treuheit. Der 1956 in Fürth geborene und in Cadolzburg lebende Gründer und Geschäftsführer des ars vivendi Verlags hat sich in einzigartiger Weise um die fränkische Literatur- und Verlagslandschaft verdient gemacht. Seit der Gründung des Verlags im Jahr 1988 hat er zahlreiche Autorinnen und Autoren aus Franken, Deutschland und dem Ausland begleitet und gefördert. Sein Verlag ist mittlerweile weit über die Region hinaus bekannt. Als Entdecker und Förderer des Frankenkrimis setzte er ebenso Maßstäbe wie mit der viel beachteten neuen Shakespeare-Gesamtausgabe, seinem verlegerischen Lebenswerk. Unter seiner Leitung wurde ars vivendi mehrfach mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet. Mit der Ehrung würdigt der Bezirk Mittelfranken einen Menschen, der die fränkische Literaturlandschaft nachhaltig geprägt hat.

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Über die mit jeweils 5.000 Euro verbundenen Kulturförderpreise durften sich die Instrumentalband Sutcliffe, die Schriftstellerin Nadine Schneider und die bildende Künstlerin Anne Sterzbach freuen.

Seit ihrer Gründung begeistern Sutcliffe mit atmosphärischen Eigenkompositionen, die zwischen Americana, Avantgarde und Filmmusik angesiedelt sind und weit über die Region hinaus Beachtung finden. Mit ihrer unverwechselbaren Klangsprache, der Verbindung von Musik und visueller Kunst sowie ihrem langjährigen kulturellen Engagement bereichert die Band die fränkische Kulturlandschaft in besonderer Weise.

Die 1990 in Nürnberg geborene, in Burgthann lebende Schriftstellerin Nadine Schneider hat sich mit ihren Romanen „Drei Kilometer“ (2019), „Wohin ich immer gehe“ (2021) und „Das gute Leben“ (2026) als eine der herausragenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur etabliert. In einer klaren und eindringlichen Sprache erzählt sie von Familiengeschichten, Flucht, Vertreibung, Herkunft und der Suche nach Heimat.

Eine unverwechselbare künstlerische Position hat die 1969 in Bayreuth geborene bildende Künstlerin Anne Sterzbach, wohnhaft in Nürnberg, mit Zeichnungen, Fotografien, Objekten und Installationen entwickelt. Ihre Werke zeichnen sich durch einen sensiblen Umgang mit Raum, Material und Wahrnehmung aus und eröffnen mit oft einfachen Mitteln neue Blickwinkel auf Architektur und Alltag.

Den Wolfram-von-Eschenbach-Preis verleiht der Bezirk Mittelfranken seit 1980. Namensgeber ist der im 12. Jahrhundert in dem heute gleichnamigen Ort im Landkreis Ansbach geborene Dichter und Minnesänger Wolfram von Eschenbach. Laut Satzung wird der Wolfram-von-Eschenbach-Preis „an eine durch Geburt, Leben oder Werk mit Franken verbundene Persönlichkeit in Anerkennung bedeutsamen kulturellen Schaffens“ verliehen.

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