Hof, HO - Theresienstein - Pavillon - Innenstadt v N
Symbolbild: Hof · Foto: Flodur63, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)
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Hof – Das Sana Klinikum Hof bekommt zum 01. November 2026 einen neuen Chefarzt für Lungen- und Atemwegserkrankungen: Dr. med. Saleh Al Hamoud übernimmt die Pneumologie. Das teilte das Sana Klinikum Hof mit. Die Klinik hat das Fach aus der Kardiologie herausgelöst und als eigene, chefarztgeführte Abteilung eingerichtet.

Al Hamoud ist Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie und bringt nach Angaben der Klinik mehr als 20 Jahre klinische Erfahrung mit. Aktuell steht er der Lungenklinik am Bezirksklinikum Obermain vor, seit 2019 zusätzlich auch der dortigen Rheumaklinik. In Hof will er mit dem Team die pneumologische Versorgung weiterentwickeln. Außerdem möchte er die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen und mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten stärken.

Nach den Worten von Geschäftsführer Daniel Busch erhalte das Haus mit Al Hamoud einen erfahrenen Chefarzt, der medizinisches Können mit einem klaren Blick für die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten verbinde. Die Versorgung in der Region solle gestärkt werden. Wichtig sei dabei, dass die Fachbereiche eng zusammenarbeiten und Behandlungsschritte gut abgestimmt sind. Gerade bei komplexen Lungenerkrankungen sollen die Teams ihre Expertise eng verbinden, Befunde gemeinsam bewerten und die nächsten Schritte abstimmen.

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Al Hamoud erklärte selbst: „Mein Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und möglichst viel Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten.“

Fachliche Schwerpunkte

Seine Schwerpunkte liegen in der Diagnostik und Therapie akuter wie chronischer Lungenleiden, in der pneumologischen Endoskopie (Spiegelung der Atemwege mit einem speziellen Instrument) und in der Lungenfunktionsdiagnostik. Dazu kommt Erfahrung in der Thoraxonkologie, der Behandlung von Krebs im Brustkorb, sowie in Schlaf- und Beatmungsmedizin. Zusatzqualifikationen hat er zudem in medikamentöser Tumortherapie, Schlafmedizin, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin erworben.

Seine Ausbildung begann Al Hamoud mit dem Medizinstudium in Aleppo, wo er auch zum Facharzt weitergebildet wurde. Später arbeitete er unter anderem am Universitätsklinikum Ulm, an der Thoraxklinik Löwenstein und im Lukas Krankenhaus Bünde. Im Jahr 2015 ging er als Leitender Oberarzt nach Obermain und übernahm dort 2017 die Leitung der Lungenklinik. Promoviert wurde er 2012 in Marburg.

Auf einen Blick

  • Amtsantritt: 01. November 2026
  • Position: Chefarzt der Pneumologie am Sana Klinikum Hof

Hintergrund

Zu den häufigen Lungenleiden zählt die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD. Laut Robert Koch-Institut gehört sie in Deutschland und weltweit zu den führenden Todesursachen. Die Atemwege sind dabei chronisch entzündet und bleibend verengt, wobei sich die Verengung häufig weiter verstärkt. Atemnot tritt im weiteren Verlauf nicht nur bei Belastung auf, sondern auch in Ruhe.

Als wichtigsten Risikofaktor der COPD in Deutschland nennt das RKI das Tabakrauchen. Die Erkrankung gelte in vielen Fällen als vermeidbar. Zu den chronischen Erkrankungen der unteren Atemwege zählt neben COPD auch Asthma bronchiale. Nach Angaben des RKI zählt Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen zu den wichtigsten Ursachen von Krankheitslast.

Zur Lungenfunktionsdiagnostik gehört die Spirometrie. Wie Wikipedia beschreibt, handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren: Es braucht wenig Geräteaufwand und geht schnell, gibt aber Aufschluss darüber, welche Art von Lungenfunktionsstörung vorliegt und wie schwer sie ist. Wichtig ist dabei die gute Mitarbeit der Patienten. Bei der Einsekundenkapazität wird gemessen, welches Volumen innerhalb einer Sekunde forciert ausgeatmet werden kann. Das sei eine einfache Methode, um eine obstruktive Lungenfunktionsstörung zu erfassen.

Eigene Einschätzung

Dass die Pneumologie in Hof eine eigene Abteilung mit eigenem Chefarzt bekommt, gibt dem Fach mehr Gewicht. Offen lässt die Mitteilung, was sich für Patienten konkret ändert, etwa bei Wartezeiten oder Sprechstunden. Wer lange Atemprobleme hat, sollte sie ärztlich abklären lassen und nicht auf den Neustart im November warten.

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